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08.02.2015
Punkteteilung am Sund

Der Stralsunder HV kam in seinem Heimspiel gegen die TS Großburgwedel nicht über ein 30:30 (19:18) Unentschieden hinaus und musste den Gästen am Ende einen Punkt überlassen. Dabei versäumten es die Sundstädter beim Stand von 29:27 fünf Minuten vor Spielende den Sack zu zumachen, indem sie mehrere technische Fehler begingen und teilweise überhastet abschlossen. So war auch Trainer Danny Anclais nach dem Spiel nicht zufrieden „wir haben es heute mehrfach nicht geschafft die stark aufspielende TSG frühzeitig auf Distanz zu bekommen. Bereits in der Anfangsphase haben wir es versäumt davonzuziehen. Anstatt 5:5 nach neun Minuten hätte es bei besserer Chancenverwertung durch uns 8:4 stehen müssen. Am Ende allerdings müssen wir mit dem einem Punkt noch zufrieden sein, da die Gäste vier Sekunden vor Schluss auch durchaus noch den Siegtreffer hätten erzielen können.“ Sein Pendant Jürgen Bätjer sah es etwas anders „ich denke es war ein am Ende gerechtes Unentschieden. Wir haben das gesamte Spiel eine ausgeglichene Partei gesehen. Die beiden Mannschaften waren sich absolut ebenbürtig. Somit ist dieses Ergebnis wohl als gerecht zu bezeichnen.“

Gleich zu Beginn des Spiels setzten die Gäste auf eine offensive Deckungsvariante und belegten Stralsunds Aleksander Kokoszka mit einer Manndeckung. Doch diese Maßnahme führte zu Lücken in der TSG-Deckung, welche von dem stark aufgelegtem Xaris Mallios zahlreich genutzt wurden. Auf Grund diverser vergebener Möglichkeiten durch die Gastgeber war die Begegnung ausgeglichen und über die Stationen 5:5 nach neun, 10:10 nach siebzehn und 18:18 nach 29 Minuten schaukelte sich das Ergebnis bis zum Halbzeitstand von 19:18 hoch. Dabei stellte die TSG kurz vor Ende der ersten Spielhälfte auf eine offensive 4:2 Deckungsvariante um, und versuchte somit auch die Kreise von Xaris Mallios einzuengen. Doch Kai Baresel nutze die nun zur Verfügung stehenden Freiräume geschickt aus und setzte seine Mitspieler oftmals gekonnt in Szene oder schloss selbst erfolgreich ab.

In Hälfte zwei bot sich den Zuschauern in der Vogelsanghalle ein ähnliches Bild. Der Gast blieb bei seiner Deckungsvariante und setzte im Angriff immer wieder auf die Wurfgewalt ihres besten Schützen Carl-Phillipp Seekamp, welcher am Ende mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer seiner Farben war. Als der SHV in der 35. Spielminute einmal wieder eine Zwei-Tore-Führung herauswarf, konnte die Heimsieben in den Folgeminuten zahlreiche Gelegenheiten nicht verwerten und Großburgwedel nutzte dieses zur ersten und auch letzten Führung in Halbzeit zwei (22:23 i.d.39 Spielminute). Danach legte der SHV konstant vor und überstand auch eine doppelte Unterzahlsituation nach einer Zeitstrafe für Jakub Vanek und einer Roten Karte gegen Lars Effenberger, ohne die Führung einbüßen zu müssen. Beim Stand von 25:25 in der 49. Minute war es abermals Tom Korth, der die Führung der Gäste verhinderte. Im Gegenzug brachte Martin Brandt mit dem Treffer zum 26:25 sein Team wieder in Front. Erneut eine Parade von Stralsunds Keeper ermöglichte den 27. Treffer durch Aleksander Kokoszka. Bis zum 29:27 in der 55. Minute verteidigte die SHV-Sieben diesen Vorsprung, doch dann schlichen sich technische Fehler ein und die Gastgeber versäumten es das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste konnten drei Minuten vor dem Ende durch Carl-Phillipp Seekamp zum 29:29 ausgleichen. Rico Mittmann brachte den SHV nochmals in Führung, doch Großburgwedel schaffte 60 Sekunden vor Schluss durch Lennart Koch den erneuten Ausgleich. Im folgenden Angriff vertändelten die Ostseestädter den Ball und somit hatten die Gäste plötzlich die Möglichkeit diese Partie sogar noch zu gewinnen. Vier Sekunden vor dem Schlusspfiff stieg Seekamp hoch und traf nur den Pfosten. Somit blieb es bei der am Ende dann doch gerechten Punkteteilung. (RB)

Statistik zum Spiel

Foto: Jürgen Schwols