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23.11.2018
Tippelt trifft auf seinen Ex-Verein
SHV-Youngster will gegen Neubrandenburg den zwölften Saisonsieg

Stralsund. In der Oberliga Ostsee-Spree empfangen die Handballer des Stralsunder HV morgen (19.30 Uhr) den SV Fortuna Neubrandenburg zur vierten und letzten Partie im Heimspielnovember.

Auf dem Papier sind die Rollen vor der Begegnung klar verteilt: Der SHV steht mit elf Siegen aus elf Spielen an der Spitze der Liga und kann mit einem weiteren Sieg bereits die Hinrundenmeisterschaft in trockene Tücher bringen. Die Gäste aus Neubrandenburg sind hingegen das Schlusslicht der Tabelle. Das Ranking täuscht, denn Fortuna hat in der laufenden Spielzeit schon einige starke Ergebnis erzielt. Unter den drei Heimsiegen, war auch ein 24:23-Erfolg gegen den Tabellenvierten Ludwigsfelder HC, gegen den MTV Altlandsberg erkämpfte sich das Team ein 27:27 in fremder Halle.

Wenn es morgen in der Vogelsanghalle los geht, kennt einer den Gegner besonders gut: SHV-Rückraumspieler Fynn Martin Tippelt spielte sieben Jahre beim morgigen Gegner. „Ich bin gut mit Jonas Landmesser und Moritz Hauschildt befreundet. Mit beiden habe ich regelmäßigen Kontakt, zu den anderen eher sporadisch“, erzählt der 21-Jährige von seinen Verbindungen zum alten Verein. Dass sein alter Verein am Ende der Tabelle steht, sieht Tippelt nicht gerne, warnt aber davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Sie haben eine gute Mannschaft, die starke Leistungen abrufen kann. In letzter Zeit haben sie etwas Verletzungspech und haben Spiele knapp verloren.“

Tippelt, der im vergangenen Jahr in seine Heimat Stralsund zurückwechselte, hält Neubrandenburgs Neuzugang Lukasz Calujek für die größte Gefahr. „Er kann auch aus neun oder zehn Metern aus dem Rückraum treffen. Ich glaube aber, dass er momentan verletzt ist“, bewertet Tippelt den Gegner. Calujek fehlte den Fortunen bereits die vergangenen drei Spieltage.

Mit einem Favoritensieg am morgigen Abend könnten die Stralsunder bereits einen Spieltag vor dem letzten Spieltag der Hinrunde als Tabellenführer zur Rückserie feststehen. In der Mannschaft um Tippelt ist der Titel zur Halbserie aber kein größeres Thema: „Wir freuen uns natürlich darüber, aber wir haben das nicht als konkretes Ziel ausgegeben. Wir wollen einfach jedes Spiel gewinnen.“

Das wollen die Handballer auch morgen Abend wieder beweisen, wenn sie mit dem zwölften Sieg in Serie die Konkurrenz auf Abstand halten können. Da kann Fynn Martin Tippelt, bei aller Symphathie für den Ex-Verein, keine Rücksicht auf die Tabellensituation seiner Freunde nehmen.  

Niklas Kunkel

Ostsee-Zeitung