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05.11.2018
Stralsund Handballer lassen sich auch von Altlandsberg nicht stoppen

StralsundDer Stralsunder HV hat seine Siegesserie in der Oberliga Ostsee-Spree um ein weiteres Spiel ausgebaut. Das 38:26 gegen den MTV Altlandsberg war schon der neunte Sieg im neunten Spiel. SHV-Trainer Steffen Fischer konnte dabei nicht mit seiner gewohnten Startformation ins Spiel gehen. Neben Corvin Obst, dessen Ausfall schon vor der Partie feststand, meldete sich Martin Hoffmann kurzfristig krank. „Dafür hat Johannes Trupp auf Rechtsaußen gespielt und Kay Landwehrs im rechten Rückraum. Kay ist zwar ein Rechtshänder, aber ich wollte damit unserer Abwehr Stabilität verleihen und er hat das auch im Angriff sehr gut gemacht“, beschreibt Fischer seine personellen Veränderungen. Zusätzlich saß mit Rico Mittmann der Trainer der A-Jugend als Ersatz auf der Bank.

Vanek sieht nach 21 Minuten Rot

Der Plan ging auf. Nach zehn Minuten führten die Hausherren mit 6:1 und Altlandsberg musste die erste Auszeit nehmen. Ihren einzigen Treffer erzielten sie bis dahin per Siebenmeter und das, obwohl sie nach der ersten Zeitstrafe für Jakub Vanek in Überzahl agierten. Die Zeitstrafen für Vanek sollten kurz danach zum Problem werden. Die Schiedsrichter griffen hart gegen den robusten Kreisläufer durch und nach der zweiten Zeitstrafe in der 16. Minute, musste er mit der dritten Zwei-Minuten-Strafe in der 21. Minute auf die Tribüne. „Ich wollte Jakub Vanek vor der Situation schon auswechseln, aber er hat mich nicht gehört“, beschrieb Fischer die Szene. Ersatzmann Ole Prüter füllte die Lücke sowohl offensiv, als auch defensiv aber problemlos aus.

Malitz hält den Vorsprung

In einer rasanten Phase kamen die Gäste noch einmal auf drei Tore heran, aber SHV-Keeper Tobias Malitz ließ den Vorsprung nicht weiter schrumpfen. Bis zur Halbzeit setzten sich die Gastgeber stetig bis auf 18:12 ab. Von dem deutlichen Rückstand ließ sich Altlandsberg aber nicht einschüchtern. Nach der Pause versuchten sie mit Tempohandball die Fischer-Sieben zu überraschen. Dank einfacher Fehler in der Offensive der Stralsunder und vier schnellen Toren verkürzten sie auf 16:19. Dann fanden die Stralsunder aber zurück ins Spiel und überrannten die Gäste mit einem 5:0-Lauf. „Da sind wir in die Falle getappt. Wir wollten ins Tempospiel gehen, aber das konnte der SHV besser. Da sind sie einfach schon sehr weit“, musste Gästetrainer Tilo Leibrich anerkennen. Mit seiner taktischen Marschroute brachte er die Stralsunder in Torlaune. Nach 45 Minuten hatten sie auf 30:20 erhöht und das Spiel war entschieden. Bemerkenswert, dass die Gäste trotzdem nicht aufgaben und um jeden Ball kämpften.

Rico Mittmann krönt sein Comeback

Dann durfte Rico Mittmann sein sportliches Comeback in der Vogelsanghalle geben. Nachdem er sich mit einem schönen Pass auf Johannes Trupp erstmals ins Offensivspiel einbringen konnte, traf er zum 36:23 selbst. „Wenn Not am Mann ist bin ich da. Ich habe ein paar Mal bei der Mannschaft mittrainiert und bei den A-Jugendlichen stehe ich ja auch nicht nur rum. Für zehn Minuten kann man die Intensität auf jeden Fall nochmal gut mitgehen“, sagte Mittmann nach der Partie. In der guten Stimmung in der Halle ging dann schon fast unter, dass Altlandsberg mit drei einfachen Toren noch auf 26 Treffer kam. Nur dem HSV Insel Usedom war das zuvor ebenfalls gelungen.

Da aber die 38 geworfenen Tore ebenfalls ein Saisonrekord sind, blieb das nur eine Randnotiz. „Ich habe mir eigentlich zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht, dass die das Spiel drehen. Wir haben eine starke Mannschaftsleistung gezeigt und wenn wir konzentriert gespielt haben, hatten wir keine Probleme“, bilanzierte Fischer und auch sein Gegenüber Leibrich stimmte ihm zu: „Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Wir konnten das Spiel nur bis zur 20. Minute einigermaßen offen gestalten.“

Zweikampf an der Tabellenspitze

An der Spitze der Oberliga Ostsee-Spree kristallisiert sich unterdessen immer mehr ein Zweikampf heraus. Nur der HSV Insel Usedom kann dem verlustpunktfreien SHV noch Folgen. Bei einem Spiel mehr hat der HSV 17 Punkte und hat sich seit der Niederlage in gegen Stralsund keine Blöße mehr gegeben. Dahinter lauert nur noch HV Werder, die Rand-Berliner müssen sich aber als nächstes am kommenden Wochenende in der Vogelsanghalle bewähren.

 

Von Niklas Kunkel                     

Ostsee-Zeitung                                                                                                                                                                                            #zusammeneinziel