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29.10.2018
Stralsunder HV erkämpft Sieg / Handballer gewinnen Defensivschlacht in Ludwigsfelde 20:16

Ludwigsfelde. Es war das erwartet schwere Spiel für die Stralsunder Handballer in der Oberliga Ostsee-Spree. Am Ende, der von zwei starken Defensivreihen geprägten Partie, setzte sich das Team von Trainer Steffen Fischer mit 20:16 gegen den Ludwigsfelder HC durch. „Wir sind glücklich, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben. Mit unserer Leistung, besonders in der Offensive, sind wir dagegen nicht ganz zufrieden“, bilanziert Fischer das Auswärtsspiel beim Tabellenfünten aus der Nähe von Potsdam.Nach den furiosen Siegen in den vergangenen Spielen konnten sich die Stralsunder in Ludwigsfelde nicht von Beginn an in den schon beinahe gewohnten Rausch spielen.Erst nach fast vier Minuten markierte Florian Zemlin das 1:0 für den SHV, zuvor waren die Sundstädter mehrfach am starken LHC-Torhüter Florian Berndt gescheitert. Berndt machte auch in der Folgezeit Chancen der Gäste zunichte.Danach ging es Tor um Tor bis zum 5:5. Erst nach einer guten Viertelstunde konnte sich der Tabellenführer erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten (7:5), nach 23 Minuten waren sie auf 10:6 davongezogen.  Das lag besonders an einer erneut sehr starken Defensive mit Rückhalt Tobias Malitz dahinter. „Die Abwehr stand gut und Tobi hat gut gehalten, aber im Angriffsspiel haben wir keine Lösungen gefunden“, sagte der SHV-Coach, der weiter nicht das schon fast gewohnte Offensivfeuerwerk seiner Mannschaft beobachten durfte. Im Angriff ragte nur Johannes Trupp leicht hervor. Vier Tore machte er in der ersten Halbzeit, am Ende war er mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer bei den Stralsundern. Da wirkte die 12:7-Halbzeitführung aufgrund des Spielverlaufs schon als komfortabler Vorsprung.Der zweite Spielabschnitt brachte kaum Veränderungen. Beide Teams wussten vor allem Defensiv zu überzeugen. Im Angriff fehlte es indes an Ideen und Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Dafür rückten die Schiedsrichter in den Mittelpunkt. Neunmal verteilten sie in der zweiten Hälfte Zwei-Minuten-Strafen – sechs davon gegen den SHV. „Das Spiel war aber nicht übermäßig hart und wir waren ­darauf vorbereitet – haben in Unterzahl teilweise sogar besser gespielt, als in Vollbesetzung“, sagte Fischer.Spannend wurde es trotz der vielen Zeitstrafen nicht mehr. Der Spitzenreiter hatte dauerhaft mindestens drei Tore Vorsprung und konnte sich auf sein Defensivbollwerk verlassen. Das hielt sogar, als mit Benjamin Hinz und Kay Landwehrs gleich zwei Spieler gleichzeitig Strafen auf der Bank absitzen mussten. Ludwigsfelde verkürzte durch zwei Siebenmeter von Moritz Kraft auf 16:19. Kraft war mit sieben Treffern der erfolgreichste Spieler der Partie. Statt eine Aufholjagd zu starten, gerieten die Gastgeber  kurz danach selbst in Unterzahl – und so setzte Landwehrs mit einem verwandelten Siebenmeter zum 20:16 den Schlusspunkt.Mit dem achten Sieg im achten Spiel thronen die Stralsunder weiterhin ganz oben in der Tabelle. Die Serie will das Fischer-Team in den kommenden Wochen ausbauen. Die Aussichten stimmen optimistisch. Im November stehen vier Heimspiele in der Vogelsanghalle an. 

Niklas Kunkel

Ostsee-Zeitung