Aktuelles

22.10.2018
Ordentlich was los bei der mJD

Lange nichts mehr gelesen von den Jungs der D-Jugend. Doch es ist viel passiert...
Im Ligaspielbetrieb kam es zum Kräftemessen mit der ebenfalls noch ungeschlagenen Vertretung der SG Vorpommern I (Usedom). Die Gäste erwischten den besseren Start, den Hausherren mochte zunächst nichts gelingen. Spätestens beim Stand von 2:9 nahmen die zahlreichen Zuschauer an, dass es ein Debakel für den Stralsunder HV werden wird. Doch falsch gedacht. Die genommene Auszeit erzielte ihre Wirkung, die beiden Rückraumschützen der Gäste konnten zunehmend besser angenommen nennen. Und so wurde der Rückstand bis zur Halbzeit bis zwei drei Tore reduziert (10:12).

In Halbzeit zwei, der Stärke der 10-12-Jährigen, sollte das Spiel gedreht werden. Die Partie gewann zunehmend an Härte. Es wurde sich auf beiden Seiten kein Zentimeter geschenkt und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Zum 15:15 konnten die Hausherren erstmals ausgleichen und in der Folge zum 18:17 in der 34. Minute in Führung gehen. Diese Führung wurde verteidigt und sogar noch ausgebaut. Die Halle tobte, es hielt keinen Stralsunder mehr auf den Sitzen. Abpfiff bei Stand von 21:19, Usedom bezwungen.

Eine starke Leistung des gesamten Teams. Es war herausragend und emotional zugleich. Jeder Spieler ist an seine Leitungsgrenze gegangen.

Eins war nach dem Spiel klar. Mit dieser Leistung, abgesehen von den ersten acht Minuten der Partie, brauchte sich die mJD in Zukunft vor keiner Mannschaft zu verstecken. Die Leistungskurve deutet, wie zuletzt beim eigenen REHAFORM-Cup gezeigt, weiterhin nach oben.

Am Wochenende darauf ging es mit breiter Brust zum Liganeuling nach Sassnitz. Der Vergleich wurde zu einem Trainingsspiel. Auch wenn die Jungs vorab nicht nachvollziehen konnten, warum das Trainertrio an diesem Tag mehrere Leistungsträger zu Hause ließ, konnte die Nervosität schnell abgelegt werden. Die körperlich unterlegenen Sassnitzer hatten nicht den Hauch einer Chance, konnten zu keinem Zeitpunkt mithalten. Unabhängig von der Aufstellung der Gäste fanden die Sassnitzer kein Mittel. Am Ende stand ein 33:4 auf der Anzeigentafel und fast alle Feldspieler hatten sich in die Torschützenliste eingetragen.
„Hinrundenvorrundenmeisterschaft“ gesichert. Ein Novum im fünften Jahr.

Es folgten die Oktoberferien, ganz ohne Training. Hofften zumindest die Jungs. Aber falsch gedacht. Für jeden Tag gab es Kraft-/Ausdauerübungsvorgaben.
Ob die Jungs die Hausaufgaben machten, wurde am vergangen Dienstag überprüft und anschließend auch noch ein Shuttle-Run-Test absolviert.

Eine gute Vorbereitung für den Rügenbrückenlauf. Doch bevor es Samstag auf die drei Kilometer lange Strecke ging, kam am Donnerstag eine überraschende Einladung für diesen Sonntag. Die mJD konnte an dem Leistungsturnier zusammen mit den Mannschaften aus Schwerin, Rostock und Neubrandenburg teilnehmen. Geprüft, gefragt und zugesagt. Also nichts mit handballfreiem Wochenende.

Am Rügenbrückenlauf nahmen 21 Jungs teil. Insgesamt starteten über 250 Läuferinnen und Läufer auf der Drei-Kilometer-Strecke. Aber auch hier gab es eine Vorgabe, sollte es doch nicht nur ein einfaches Läufchen am bitterkalten Samstagmorgen werden. Alle Spieler unter die ersten 125 im Ziel, jeder geht an seine Leitungsgrenze.

Und da staunten alle nicht schlecht, als Mattis Bowitz als achter der Gesamtwertung die Ziellinie überquerte. Ihm folgten auf Platz zehn Laurent Thämlitz und auf Platz zwölf Fiete Strüwing. Ein wahnsinniges Ergebnis. Alle anderen Laufergebnisse der Spieler konnten sich ebenfalls zeigen lassen. Der „Letzte“ der Mannschaft erzielte den 105. Platz. Tatsächlich gingen alle Kinder an ihre Leistungsgrenze und die Trainer sahen die eine oder andere Überraschung. Top Einstellung!
Mit schweren Knochen dann am heutigen Tag nach Rostock, „Kräftemessen“ mit den Mannschaften der Leistungszentren.
Sicherlich nicht topfit und nicht in Bestbesetzung angetreten, sollten dennoch ansprechende Leistungen erzielt werden. Die Ergebnisse an diesem Tag waren per se allerdings zweitrangig. Viel wichtiger war es, sich mit starken Vereinen zu messen, spielerische Defizite aufgezeigt zu bekommen und in der Folge noch besser für die verbleibenden Spiele der Saison vorbereitet zu sein. Aktion und Reaktion. Als Team noch mehr zusammenwachsen. Um jeden Ball kämpfen, nie aufgeben. Darum ging es.
Im ersten Spiel gegen die Stiere aus Schwerin hatte der 06´er Jahrgang keine Chance. Die körperlich deutlich überlegenen Schweriner punkteten durch ihre Schnelligkeit. So wie schon gegen Usedom kam der Stralsunder HV wieder einmal nicht ins Spiel. Trotz 1:0 Führung stand es 1:9, da machte es Klick. Sollte sich die Geschichte wiederholen? Leider nicht an diesem Tag. Zwar verkürzten die Stralsunder, konnten aber nie entscheidend aufholen. In der Folge wurde zumindest der Kampf angenommen und die Gegenspieler gedoppelt. Es schien, als ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Fehlabspiele und die überhasteten Torabschlüsse verringerten sich, die Nervosität nahm ab. Nichts desto trotz stand nach 30 Minuten ein völlig verdientes 6:21 auf der Anzeigetafel.

Spiel zwei gegen Empor Rostock. Im „Finale“ beim REHAFORM-Cup musste man sich ihnen noch mit vier Toren Differenz geschlagen geben.
Es begann vielversprechend, ausgeglichen. Stralsund drückte den Hausherren ihr Spiel auf, erzielte vier Ballgewinne. Die Ballgewinne konnten aber nicht in Tore umgewandelt werden. Beim Stand von 3:3 sah sich der Rostocker Trainer gezwungen eine Auszeit zu nehmen.
Unerklärlicherweise konnten die Jungs diesen Umstand aber nicht für sich nutzen. In der Folge häuften sich die Fehlabspiele und die Konzentration ließ nach. Was mit Sicherheit nicht nur auf den Rügenbrückenlauf des Vortages zurückzuführen ist. Viel mehr schien es eine Frage der Einstellung zu sein. Unerklärlicherweise wurde nun nicht mehr für den Nebenmann eingestanden. Da half auch keine Ansprache, die Jungs verkauften sich völlig unter wert. Endstand 16:8.
Im letzten Spiel ging es gegen das Team aus Neubrandenburg. Ein Spiel um die „Ehre“ nach der Vorstellung gegen Rostock. Nun wurde gekämpft, ausgeholfen, aber auch leider wieder überhastet abgeschlossen. Und das macht gegen solche Kaliber eben den Unterschied aus.
Und so stand am Ende die nächste Niederlage, ein 9:12, auf der Anzeigetafel.

Ein schmerzhafter Lernprozess. Doch es war nicht alles schlecht. Trotzdem verkauften sich die Jungs in der Gesamtschau teuer.
Was es am heutigen Tag nicht zu sehen gab, war Passgenauigkeit, uneingeschränkte Übersicht und den unbedingten Willen, ein Tor erzielen zu wollen.
Erkenntnisse, die ohne eine Turnierteilnahme nicht gewonnen werden würden. Also nochmals vielen Dank für die Einladung, wir kommen ganz sicher gerne wieder!