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02.10.2018
A-Junioren des SHV auf erfolgreicher Fuchsjagd

Am vergangenen Samstag stand für die A-Jugendhandballer des Stralsunder HV unter Trainer Rico Mittmann die dritte Bewährungsprobe in der Ostsee-Spree-Liga an: Erneut ging es für die Mannschaft nach Berlin, wo dieses Mal die zweite A-Jugend-Mannschaft der Füchse Berlin die Stralsunder erwartete. Im Vorfeld des Spiels waren die Gefühle gemischt: Zwar hatte der SHV in den vergangenen beiden Wochen bereits zwei überraschend deutliche Siege eingefahren, während die jungen Füchse bis dato zwar punktelos geblieben waren, dennoch aber in jedem ihrer Spiele über 35 Tore erzielt hatten.
Für ehrfürchtiges Staunen sorgte zunächst die Aufmachung des „Fuchsbaus“: Mit großen Augen betrachteten die Gäste die zahlreichen Meisterschaftsauszeichnungen der Füchse, zu denen nicht nur die Bundesligamannschaft ihren Beitrag leistet, sondern auch die Erstvertretung der A-Jugend, die seit 2011 Jahr für Jahr den Titel „Deutscher Meister“ nach Berlin bringt.
Zunächst verlieh dieses Erlebnis der Gastmannschaft zusätzlichen Ehrgeiz für die anstehende Partie: Das Team kam zu Beginn gut ins Spiel und konnte sich schnell absetzen, ruhte sich dann aber genauso schnell zu sehr auf dem guten Start aus und ließ sich durch unkonzentrierte Aktionen im Angriff verunsichern. Auch die Abwehr, die in den letzten Spielen glänzte, baute nur wenig Druck auf die Gegner aus. Trainer Mittmann entschied sich für eine frühe Auszeit und die klaren Worte machten sich bezahlt: In einer anschließenden starken Phase zeigten die Hansestädter mehr Entschlossenheit und konnten sich zunächst auf 6:14 absetzen. Ein noch deutlicherer Ausbau der Führung wurde durch vergebene Chancen im Angriff und zu passives Agieren in der Abwehr dann aber verpasst, sodass die Füchse noch einmal besser ins Spiel kommen konnten und zur Halbzeit schließlich komfortables, aber für den Spielverlauf unbefriedigendes 14:22 auf der Punktetafel stand.
Die zweite Hälfte begann die Heimmannschaft mit einer Manndeckung gegen den erneut stark aufspielenden Kapitän Ole Pomorin. Zu wenig souverän reagierten die Stralsunder auf diese Taktik und konnten in der Folge kaum klare Chancen herausspielen. Gleichzeitig zeigten sich auch in der Defensive ungewohnte Schwächen: Eine fehlende kollektive Deckung und Schwächen im Tor, das in den letzten Partien durch Hannes Michaelsen wie ein Bollwerk geschützt war, verhinderten erneut ein deutlicheres Absetzen auf der Punktetafel. Der eingewechselte Torwart Tom Pomorin zeigte schließlich einige starke Paraden und verlässliche Torschützen wie Ole Pomorin, Cevin Gottschalk, Christian Kwast und Marvin Schütt sorgten dafür, dass die Füchse trotz insgesamt schwacher Mannschaftsleistung der Stralsunder zu keinem Zeitpunkt zu den Gästen aufschließen konnten, sodass nach 60 Minuten ein immer noch deutliches 26:37 das Ende einer wechselhaften Partie markierte.
Nach zwei euphorischen ersten Siegen blickt Trainer Mittmann nach diesem Wochenende realistisch auf den kommenden Spieltag: „Zwei Punkte sind zwei Punkte und alles andere ist in der Tabelle zunächst einmal nachrangig. Trotzdem hätten wir in der heutigen Partie deutlich mehr von unserem Potenzial zeigen können und müssen. Wir werden unser Spiel in der kommenden Woche genau analysieren, denn am nächsten Wochenende wird es uns die SG Eintracht Berlin im Spitzenspiel sicher nicht so leicht machen. Hier müssen wir definitiv an unsere Leistung vom Saisonauftakt anknüpfen, um uns aus der Außenseiterrolle freizuspielen.“ Der bisher ungeschlagene Tabellenführer empfängt die Hansestädter am kommenden Samstag, 6. Oktober um 18 Uhr auf heimischem Terrain. Für alle SHV-Fans heißt es also: Daumen drücken für die erste wirklich große Bewährungsprobe der aufstrebenden A-Jugendlichen in der Ostsee-Spree-Liga.