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21.09.2018
SHV will mit Vollgas-Handball das Spitzenspiel entscheiden

Stralsund. Steffen Fischer hat den HSV Insel Usedom ganz genau studiert. Die ganze Woche analysierte der Handball-Trainer des Stralsunder HV den morgigen Oberliga-Gegner. „Ich habe mir die Aufzeichungen der Duelle aus der Vorbereitung und sogar aus der letzten Saison angeschaut. Ich bin ein Freund von Videoanalysen“, versichert Fischer. Der Übungsleiter will vor dem Spitzentreffen Erster gegen Zweiten am vierten Spieltag nichts dem Zufall überlassen.
Dementsprechend weiß Fischer genau, wo die Stärken und Schwächen des Gegners liegen. „Usedom hat große individuelle Qualität, mit Gordon Wicht einen intelligenten Rückraumspieler und Patrick Schmidt einen starken Torjäger“, zeigt der SHV-Coach die Stärken des Verfolgers auf, gibt sich aber selbstbewusst: „Ich sehe auf keiner Position einen Spieler, dem wir nicht gewachsen sind!“
Sein Trainerkollege von der Insel schob die Favoritenrolle an den Sund. „Der Stralsunder HV ist ganz klar die Mannschaft der Liga“, weiß HSV-Coach Nico Heidenreich. „Das Team verfügt über große Erfahrung in zweiter und dritter Liga. Mit Tobias Malitz haben sich die Sundstädter auch auf der Torhüterposition noch einmal ordentlich verstärkt“, so der Usedomer Coach weiter. Steffen Fischer hält dagegen: „Wenn ich Nico wäre, würde ich den Favoritenstatus auch weiterreichen. Es spielt sich immer etwas leichter als Underdog.“ Der Stralsunder geht mit dem Anspruch in die Partie, vor eigenem Publikum die weiße Weste in der Liga (3 Spiele, 3 Siege) zu bewahren.
Positiv stimmt ihn die breite Qualität seines Kaders. Fischer kann auf Vollgas-Handball setzen, ohne auf die sowieso starke Physis seiner Spieler achten zu müssen. „Jeder Spieler kann sich voll auspowern und wird gleichwertig ersetzt“, fordert Fischer maximalen Einsatz. Dank der Wechselmöglichkeiten will der Spielertrainer das Tempospiel des SHV forcieren und so – wie in der Vorsaison – den HSV zuhause schlagen.
Allerdings: das letzte Aufeinandertreffen der beiden Staffelfavoriten entschieden die Insulaner für sich. Im Februar gewann der HSV vor eigenen Fans mit 29:26. „Da sitzt noch eine Narbe bei den Spielern, die dabei waren“, meint Fischer. Die wollen sie am Sonnabend am besten mit einem souveränen Auftritt heilen. Heiß sind die Spieler allemal. „Schon in der Saisonvorbereitung war in den Duellen viel Emotion. Wir freuen uns auf ein Handballfest“, so der SHV-Trainer. Auch der Gegner ist gewappnet. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir fahren aber dort hin, um zu punkten, am liebsten natürlich doppelt“, hofft HSV-Trainer Heidenreich. Beide Übungsleiter können personell aus dem Vollen schöpfen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Vogelsanghalle.
Die SHV-Frauen sind am Sonnabend bereits um 16 Uhr gefordert. Das Verbandsliga-Team gastiert beim noch ungeschlagenen Tabellenzweiten SV Motor Barth. Die A-Junioren feiern am Sonntag ihr Oberliga-Heimdebüt in der Diesterweghalle gegen Berlin (16 Uhr).

Ostsee-Zeitung