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05.09.2018
SHV-Trainer Steffen Fischer geht mit einem klaren Ziel in die Saison

Stralsund. Nach dem knappen Auswärtssieg zum Auftakt in Grünheide (23:22) freuen sich die Handballer des Stralsunder HV auf ihr erstes Heimspiel in der neuen Saison in der Oberliga Ostsee-Spree. Im Vorpommern-Derby erwarten sie die SG Uni Greifswald/Loitz (Sa., 19.30 Uhr). Die Mannschaft von Trainer Steffen Fischer hofft dabei auf eine volle Halle und den zweiten Sieg: „Für mich ist es ein ganz besonderes Spiel – mein erstes Heimspiel mit dem neuen Verein. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre in der Halle und erwarte, dass sich auch der Derbycharakter auf dem Feld zeigen wird.“ Fraglich ist noch, ob Kapitän Martin Brandt am Samstag auflaufen wird. Der Rückraumspieler musste im Spiel gegen Grünheide mit einer muskulären Verletzung ausgewechselt werden und kann in dieser Woche nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen. „Es ist wohl zum Glück nur eine Zerrung und kein Muskelfaserriss. Ob es für einen Einsatz am Samstag reicht, wird sich erst Freitag entscheiden“, gibt Brandt Entwarnung und erwartet gegen Greifswald/Loitz eine besonders körperbetonte Spielweise des Gegners. Davon lassen sich die SHV-Spieler aber nicht verunsichern, denn das Ziel für die Saison ist ambitioniert. „Platz 1 ist das von mir und der Mannschaft klar ausgegebene Ziel. Dass wir das erreichen, liegt in meiner Hand, denn dafür bin ich hier“, gibt Fischer selbstbewusst vor. Der Kapitän zieht mit: „Wir haben uns weiter verstärkt und nach Platz 2 im Vorjahr muss jetzt Platz 1 das Ziel sein.“ Bei der Frage nach der Konkurrenz im Kampf um den Titel will Fischer sich noch nicht festlegen: „Um das genau sagen zu können, bin ich noch nicht lang genug hier und kenne die Liga nicht gut genug. Mir wurde aber gesagt, dass der HSV Insel Usedom und der MTV Altlandsberg stark einzuschätzen sind.“ Beide Teams trafen am ersten Spieltag aufeinander und die Usedomer setzten sich mit 28:24 in eigener Halle durch. Fischer, der als Spielertrainer auch selbst mit auf dem Feld aktiv ist, ist sich aber sicher, dass sein Team sich auf die eigenen Stärken konzentrieren muss, um am Ende an der Spitze der Liga zu stehen. Die Rahmenbedingungen stimmen für ihn beim Viertligisten: „Die Verhältnisse sind wirklich sehr sehr gut. Ich würde die Arbeit als semiprofessionell bezeichnen. Die Spieler haben alle einen Beruf, aber drumherum finden sie alles, damit sie sich auf den Sport konzentrieren können.“ Dreimal die Woche trifft sich das Team zu gemeinsamen Trainingseinheiten in der Vogelsanghalle, die vierte Einheit führt jeder Spieler individuell durch. Das hat ganz praktische Gründe, denn nicht nur muss jeder Spieler an unterschiedlichen Dingen arbeiten, sondern gleich sechs Spieler des SHV kommen aus Rostock. Diese können sich damit eine Fahrt die Woche sparen. Auch Fischers Vorgänger Markus Dau, der jetzt als Geschäftsführer des Stralsunder HV agiert, sieht seinen Verein auf einem guten Weg: „Mit über 750 Zuschauern im Schnitt sind wir eine der Besucherstärksten Sportveranstaltungen in der Region. Dazu haben wir insgesamt 18 Mannschaften im regulären Spielbetrieb. Das ist eine starke Grundlage.“

 Karten für die Heimspiele und Dauerkarten gibt es an der Abendkasse in der Vogelsanghalle eine Stunde vor Spielbeginn und im Service-Center der Ostsee-Zeitung Apollonienmarkt 16 in der Stralsunder Altstadt