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03.09.2018
Sieg in Grünheide

Grünheide/Stralsund. In der größten Hektik beim Auftaktspiel in der Oberliga Ostsee-Spree zwischen den Handballern des Grünheider SV und des Stralsunder HV behielt nur einer zum Schluss die Nerven. Florian Zemlin bekam den Ball beim Stand von 22:22 wenige Sekunden vor Schluss auf dem Mittelpunkt, atmete noch einmal tief durch und warf den Ball mit dem Schlusspfiff ins leere Tor der Gastgeber – der 23:22-Sieg für seine Stralsunder. Zuvor hatte Grünheide mit dem siebten Feldspieler den Ausgleich erzielt und es nicht geschafft, rechtzeitig den Torhüter zurück ins Spiel zu bringen.

Dass es so knapp wurde, hatte sich der SHV selbst zuzuschreiben. „Eigentlich ist unser Plan offensiv gut aufgegangen, wir haben nur einfach das Tor nicht getroffen“, analysierte Trainer Steffen Fischer die Partie.

Dabei kam sein Team gut in die Partie. Aus einer kompakten Abwehr heraus führten die Gäste früh mit fünf Toren und hatten das Spiel unter Kontrolle. Dann jedoch ging die Lockerheit verloren. „Grünheide hat, wie erwartet, stark gekämpft und es uns nicht leicht gemacht. Wir wollten vorn immer wieder die Lösung über eine besondere Aktion suchen und haben dabei viele Fehlpässe gespielt. So haben wir den Gegner unnötig in der Partie gehalten“, bilanzierte Fischer.

Trotz der schlechten Trefferquote und der vielen Ballverluste konnten aber auch die Gastgeber nicht in Führung gehen. Das lag am besten Spieler auf Seiten des SHV, Torhüter Tom Korth. Mit seinen Paraden sorgte er dafür, dass Teamkollege Zemlin in der letzten Sekunde noch einmal die Chance bekam, das Spiel zu entscheiden und einen Fehlstart in die Saison zu verhindern. Der Sieg hat für das Fischer-Team aber einen faden Beigeschmack: Kapitän Martin Brandt zog sich eine muskuläre Verletzung zu und fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Niklas Kunkel

Ostsee-Zeitung