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04.05.2018
SHV siegt gegen Tegel

Von Manuela Wilk

Stralsund. Platz zwei ist den Handballern vom Sund nicht mehr zu nehmen. Mit ihrem 32:22-Erfolg (19:9) gegen den VfL Tegel haben sich die Spieler des Stralsunder HV endgültig auf Rang zwei in der Oberliga Ostsee-Spree festgesetzt.

Im vorletzten Heimspiel konnte Trainer Markus Dau wieder auf viele seiner Spieler zurückgreifen. So stand unter anderem Martin Brandt wieder auf der Platte. Der Kapitän meldete sich in der 6. Minute mit seinem ersten Treffer für den SHV zurück.

Für die Gastgeber läuft es ab diesem Zeitpunkt sehr gut. Sie setzen sich auf 5:1 und 8:2 ab. In der 23. Minute führt der SHV erstmals mit zehn Toren Vorsprung. Martin Brandt erzielt das 13:3. Mit einer starken Leistung in der Abwehr und zielsicheren Torschützen vorn hält die Heimsieben den Vorsprung bis zur Halbzeitpause (19:9) aufrecht. „Die erste Hälfte lief sehr gut. Auch in der Abwehr haben die Jungs ihre Sache gut gemacht“, lobt Markus Dau die Mannschaft.

In der zweiten Hälfte behielt Stralsund weiterhin die Oberhand. Das Team wollte weiter Vollgas geben. „Das hatten wir uns vorgenommen. Aber es ist nicht so einfach, die Spannung aufrecht zu erhalten, wenn man klar vorn liegt“, sagt Dau. „Das kenne ich selbst sehr gut.“ Der Gastgeber ließ Tegel nicht näher als auf neun Tore herankommen. „Trotzdem waren wir teilweise zu passiv. Meiner Meinung nach haben wir da auch ein paar Gegentore zu viel kassiert“, erklärt der Trainer. Dennoch ist er mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir wollten über schnelle Konter zu Toren kommen. Das hat geklappt.“ Nur die Stimmung hätte besser sein können. „Ich hoffe, dass wir unser letztes Heimspiel vor eine vollen Halle bestreiten. Das hat das Team verdient“, so Dau.

Eine Situation kurz vor Schluss sorgte allerdings für Aufregung bei den Spielern und den etwa 600 Zuschauern in der Vogelsanghalle. Nachdem Kay Landwehrs in der 55. Minute für ein Foul die rote Karte bekam, bildete sich eine Traube. Einer der Tegeler hatte seine Gefühle nicht unter Kontrolle und packte Landwehrs. Die Nummer vier der Gäste ließ sich nur schwer beruhigen und sah dafür am Ende ebenfalls rot.

„Streckenweise ging es schon ziemlich zur Sache. Dennoch fand ich, es war ein interessantes Spiel“, erklärt Denis Niehusen, Coach des VfL Tegel. Er lobte auch die Stimmung in der Halle.

Die positive Stimmung des Erfolgs wollen die Stralsunder in Berlin nutzen. Am 5. Mai gastiert der SHV bei den Füchsen, die schon als Meister feststehen. „Meinen Glückwunsch zum vorzeitigen Titel“, sagt Markus Dau. Auch wenn es bei dem Duell für beide Teams um nichts mehr geht, will der SHV gern gewinnen. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, erinnert er. Kapitän Martin Brandt : „Wir schauen mal, was bei dem Spiel für uns drin ist. Und vielleicht steigt Berlin ja nicht ohne Niederlage auf.“