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05.04.2018
Unentschieden gegen Altlandsberg

Stralsund. Temporeich, kampfbetont und auf Augenhöhe – so lässt sich das Oberliga-Duell zwischen dem Stralsunder HV und den Handballern des MTV Altlandsberg beschreiben. Nachdem die erste Halbzeit mit einer Führung der Gäste endete, drehte der SHV das Spiel in der zweiten Hälfte. Doch in der 54. Minute gelingt Altlandsberg erneut der Ausgleich und ein emotionales Finale beginnt. Der MTV geht mit zwei Treffern in Führung (25:27). Aber die Hausherren lassen nicht locker, erst erzielt Johannes Trupp das 26:27 und eine Minute später erneut den Anschluss (27:28). Noch einmal setzen sich die Gäste auf zwei Tore ab. Mit den Treffern von Martin Hoffmann und Jakub Vanek, wenige Sekunden vor Schluss, steht es unentschieden. So teilen sich die Mannschaften beim 29:29 (16:18) schließlich die Punkte. Ein bisschen Glück war auch dabei, denn ganz kurz nach der Schlusssirene landete der letzte Ball im Tor des SHV.

Die 600 Zuschauer in der Vogelsanghalle sorgten für die passende Kulisse bei diesem emotionalen Duell. Auf Seiten der Gäste schienen nach dem Abpfiff nicht alle damit einverstanden, dass eben dieser letzte Treffer nicht zählte. Coach Tilo Leibrich sah es gelassener. „der Kreisläufer hätte schon vorher den Treffer machen müssen, hat er aber nicht“, sagte Leibrich. Überhaupt habe Altlandsberg auch in Hälfte zwei einige Chancen nicht für sich nutzen können. „Wenn man sich den Spielverlauf ansieht, ist die Teilung gerecht“, so der Coach.

SHV-Co-Trainer Marcel Effenberger freute sich ebenfalls über den Punktgewinn. „Die Jungs haben gefightet bis zum Schluss“, lobte er. Vorn habe der Gastgeber nur wenig Fehler gemacht und im Torabschluss besser agiert als in der Vorwoche. „Unsere Abwehrleistung war dagegen nicht gut. Allein in der ersten Hälfte haben wir 18 Gegentore kassiert. Das ist zu viel“, so Effenberger. Auch Gästetrainer Leibrich war mit der Defensive seines Teams nicht zufrieden. Immerhin kassierten die Gäste 16 Gegentreffer.

Nach der Pause lief es besser für die Heimsieben. „Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir endlich so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten“, erklärte Kai Baresel. Der SHV stellte auf eine 5:1-Abwehr um und auch Szymon Ligarzewski zeigte im Tor viele starke Paraden. Stralsund arbeitete sich Tor um Tor heran und glich durch Jakub Vanek in der 42. Minute zum 21:21 aus. Dafür wurde er nicht nur vom Publikum gefeiert. Auch seine Teamkollegen freuten sich mit ihm. „Es war klar, dass es ein enges Spiel wird“, so Kai Baresel. „Trotzdem wollten wir natürlich gewinnen. Aber man muss sagen, dass das Unentschieden gerecht ist“, erklärte er.

Manuela Wilk/Ostsee-Zeitung