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07.03.2018
Pflicht erfüllt – SHV holt wichtige Punkte im Derby

 

Handballer setzen sich mit 23:19 gegen die SG Uni Greifswald/Loitz durch

Stralsund. So richtig freuen konnten sich die Handballer des Stralsunder HV am Sonnabend irgendwie nicht. Dabei hatten sie in der Oberliga Ostsee-Spree das Vorpommern-Derby gegen die SG Uni Greifswald/Loitz mit 23:19 (10:7) für sich entschieden.

In erster Linie stand die Abwehr gut – die Gastgeber kassierten in der ersten Hälfte nur sieben Gegentore. „Doch unser Offensivspiel war heute nicht gut. Wir haben bestimmt 19 Fehlwürfe gehabt. Und obwohl wir geführt haben, fühlte sich die Partie an, als würde sie zwei Stunden dauern. Sonst vergeht die Zeit viel schneller“, sagte SHV-Coach Markus Dau.

Kapitän Martin Brandt, der sich eigentlich den Frust aus der Niederlage gegen Usedom von der Seele spielen wollte, war ebenfalls nur bedingt zufrieden. „Das war heute das Gleiche wie gegen Usedom – nur dass wir Glück hatten und in der Abwehr nicht eingebrochen sind“, sagte er. Insgesamt habe der SHV eine solide Leistung gezeigt, so Brandt.

Für Gästetrainer Alexander Einweg war das Duell kein Leckerbissen. „Es gab auf beiden Seiten viele technische Fehler. Es war viel Kampf und viel Krampf.“ Sicher sei das Derby auch für die etwa 830 Zuschauer in der Vogelsanghalle nicht schön anzusehen gewesen.

Dennoch lobte Einweg den Einsatz seiner Mannschaft. „Wir haben lange dagegengehalten und waren an Stralsund dran“, so der Coach. Ein Knackpunkt im Spiel war sicher die Rote Karte gegen Aleksander Kokoszka. Der ehemalige Stralsunder Spieler war mit seinen sieben Treffern der erfolgreichste Werfer der Gäste. In der 48. Minute gab es einen Zweikampf zwischen Kokozska und Tom Langschwager. Während der Stralsunder eine Zeitstrafe bekam, sah der Toptorschütze der SG Uni Greifswald/Loitz Rot und musste vom Platz.

Die Hausherren hielten die Gäste danach auf Abstand. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Sieg irgendwann in Gefahr gewesen wäre. Gewonnen haben wir letztendlich über die Abwehrleistung“, kommentierte der verletzte Benjamin Hinz die Partie. Vorn taten sich die Stralsunder allerdings schwer, nutzten einige Chancen nicht. „Ich hätte mir mehr einfach Tore gewünscht“, so Hinz.

Für den Stralsunder war es besonders schwer, nicht auf der Platte stehen zu können. „Der Mittelhandbruch ist eigentlich die erste Verletzung meiner Karriere. Und bei so einem Derby fiebert man schon mit – erst recht bei einem Heimspiel“, sagte er.

Am Sonnabend steht mit dem Spiel gegen den Bad Doberaner SV bereits das nächste Landesderby für den SHV an.

(Manuela Wilk/OZ)