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07.03.2018
Zweite Männer mit Niederlage und Unentschieden

 

Gleich zweimal musste die zweite Männermannschaft am vergangenen Wochenende ran. Am Samstag ging es zur zweiten Mannschaft des HC Empor Rostock, am Sonntag in der heimischen Sarnowhalle gegen den Güstrower HV.

Gegen das Tabellenschlusslicht aus Rostock war ein Sieg Pflicht, um sich im gesicherten Mittelfeld festzusetzen, zumal die Gastgeber nur mit einem sehr schmalen Kader antraten.

Diese Tatsache sorgte vielleicht für ein zu großes Sicherheitsgefühl. Der Start wurde gleich mal komplett verschlafen. Empor ging nach fünf Minuten bereits mit 5:0 in Führung ehe die Stralsunder ihr erstes Tor erzielten. Zwar kam die Mannschaft fortan besser ins Spiel, verkürzte nach 11 Minuten auf 6:8, die Fehlerquote blieb aber hoch. Die Rostocker kamen mit einfachsten Mitteln zu ihren Toren während sich der SHV in Angriff und Abwehr schwertat. Immer wenn es so aussah, als wären die Stralsunder im Spiel, warf Empor wieder zwei, drei Tore in Folge und setzte sich ab. Über die Stationen 10:6, 11:9 und 17:11 wurden beim Stand von 18:13 für den Gastgeber die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit stellte sich keine Besserung ein. Die Rostocker machten aus ihren eingeschränkten Möglichkeiten weiterhin das Beste, während beim SHV weiterhin nur wenig zusammenlief. Beim 24:17 nach 41 Minuten sprach nicht mehr viel für die Gäste. Aber zumindest der Kampfgeist stimmte und die Mannschaft kämpfte sich zurück. Mehrfach wurde der Rückstand auf drei Tore verkürzt, aber immer, wenn die Möglichkeit bestand weiter zu verkürzen versagten die Nerven. Zwei Minuten vor Schluss schien das Spiel beim 30:27 entschieden, aber zwei schnelle Tore durch Deniz Glandt und Rene Zober sorgten noch einmal für Spannung. 20 Sekunden waren noch zu spielen, als ein weiterer Ballgewinn sogar noch die Chance auf den Ausgleich brachte, aber der letzte Wurf wollte nicht mehr den Weg ins Tor finden.

Somit stand eine ärgerliche und vollkommen unnötige Niederlage zu Buche. Technische Fehler gepaart mit Abstimmungsproblemen in der Abwehr und einem vollkommen verschlafenen Start sind aber auch keine optimalen Voraussetzungen für einen Sieg. Auch nicht beim Tabellenletzten.

Deutlich besser lief es beim zweiten Spiel des Wochenendes gegen den Güstrower HV. Die Gäste spielen eine sehr gute Saison und stehen zu Recht auf Platz 4, punktgleich mit dem Tabellendritten aus Demmin und verfügen mit Oliver Mayer, Alex Wirt, Michael Köhler und Trainer Holger Schneider über reichlich höherklassiger Erfahrung. Mit Tim Dethloff haben sie zudem einen der besten Torschützen der Liga in ihren Reihen.

Schon in den ersten Minuten deutete sich an, was für ein Spiel den Zuschauern über 60 Minuten geboten wurde. Beide Mannschaften stellten gute Abwehrreihen und taten sich sehr schwer mit dem Tore werfen. Dementsprechend konnte sich keine Mannschaft absetzen und die Führung wechselte fröhlich hin und her. Der SHV erarbeitete sich zwar einige Chancen, ließ aber ein paar freie aus, sodass beim Stand von 10:10 die Seiten gewechselt wurden.

Taten sich die Mannschaften in der ersten Hälfte schon schwer mit dem Tore werfen, so wurde es im zweiten Abschnitt sogar noch schlimmer. 16 Minuten lang gelang dem SHV nur ein einziges Tor. Zum Glück gelangen den Gästen im selben Zeitraum ebenfalls nur drei Treffer, sodass beim Stand von 11:13 nach 46 Minuten immer noch alles möglich war. Zwei schnelle Tore innerhalb von 20 Sekunden brachten den Ausgleich zum 13:13 und waren der Startschuss für eine spannende Schlussphase. Bis zum 16:16 fünfeinhalb Minuten vor dem Ende verlief das Spiel auf Messers Schneide. Mehrfach unterliefen den Hausherren jetzt kleinere Fehler, was die routinierten Gäste ausnutzten und mit 16:18 in Führung gingen. Drei Minuten waren da noch zu spielen und einen weiteren Ballverlust später rückte ein Punktgewinn in weite Ferne. Wie schon gegen Empor stellten die Stralsunder auf eine noch offensivere Abwehr um. Rene Meyer nutzte einen Ballgewinn zum 17:18 Anschlusstreffer. Auch der folgende Angriff der Gäste wurde abgewehrt und dem SHV gelang 60 Sekunden vor Ultimo der Ausgleich. Im folgenden Angriff unterlief den Gästen ein Stürmerfaul, sodass sich hier tatsächlich noch die Chance zum Siegtreffer eröffnete. Eine zwingende Torchance ergab sich jedoch nicht mehr, sodass das Spiel beim Stand von 18:18 abgepfiffen wurde.

Im Vergleich zum Spiel gegen Empor wurde dieser Punktgewinn durch eine deutliche Steigerung in der Abwehr erreicht. Lediglich die Chancenverwertung verhinderte ein noch besseres Ergebnis. Am nächsten Sonntag empfängt die Mannschaft in der Diesterweghalle den SV Warnemünde.

Für den SHV spielten gegen Empor II: Groth (13 P.), Pomorin T.; Badendieck (2), Haack (6), Härtel (3), Glandt (2), Kaden (1), Hoffmann (9/1), Felkel (3), Zober (2), Pomorin O. (1), Schroth, Ewert

Für den SHV spielten gegen Güstrow: Groth (30.-52. 6 P.), Sinnig (1-30;52-60. 8P.); Badendieck (1), Haack (5), Härtel, Glandt, Kaden, Hoffmann (4/1), Felkel (1), Zober (4), Pomorin O. (2), Meyer (1), Ewert, Salewski