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26.02.2018
SHV kann Vorsprung im Spitzenspiel nicht behaupten

 

Oberliga-Handballer verlieren beim HSV Insel Usedom mit 26:29 – dabei führten die Stralsunder zur Pause noch mit 12:10

Ahlbeck. Im Spitzenspiel der Ostsee-Spree-Oberliga haben die Handballer des Stralsunder HV in einem extrem spannenden Duell gegen den HSV Insel Usedom mit 26:29 verloren. Die knapp 1000 Zuschauer in der ausverkauften Pommernhalle sorgten für die passende Derby-Stimmung.

Dabei sah es lange Zeit danach aus, als ob die Stralsunder den Insulanern die erste Heimniederlage seit dem 22. Oktober 2016 (29:30 gegen Brandenburg) zufügen könnten. „Ich hatte mit einem engen Ausgang gerechnet“, sagte SHV-Trainer Markus Dau nach dem Spiel. „Allerdings hatte ich auch gehofft, dass wir das Polster aus der ersten Hälfte noch ein wenig ausbauen können.“ Mit elf Fehlwürfen hätte sein Team zu viele Chancen weggelassen, meinte der Trainer.

Obwohl die Gastgeber den besseren Start erwischten, legte der SHV beim 4:4 von Florian Zemlin nach. In dieser Phase fanden die Usedomer nur wenig Mittel, um dagegenzuhalten. Erst mit dem 10:10 (25.) durch Deutsch war der HSV wieder da. Martin Brandt und Johannes Trupp gelang jedoch die 12:10-Pausenführung.

„Wir haben in der ersten Hälfte noch einige Fehlwürfe gesehen“, kritisierte HSV-Trainer Nico Heidenreich sein Team leicht. „Das lag aber auch an den starken Torhütern auf beiden Seiten. Wir mussten uns ziemlich aufreiben. Bei Stralsund sah das etwas lockerer aus. Wir haben die Rückraumschützen des SHV nicht so in den Griff bekommen, wie wir das wollten“, so der HSV-Trainer. Dennoch sah Heidenreich seine Mannschaft im Soll. „Ein Zwei-Tore-Rückstand gegen eine Mannschaft wie Stralsund ist völlig in Ordnung. In der zweiten Hälfte waren wir viel besser drauf.“

Nach dem Seitenwechsel dominierte zunächst wieder der SHV. „Bis zur 45. Minute war es ein Hin und Her. Doch dann konnte Usedom mit einem 5:0-Lauf das Spiel drehen“, fasste Dau zusammen. Mit dem 21:21-Ausgleich von HSV-Kreisläufer Dawid Nowomiesjki kippte das Spiel. Plötzlich schlug die Stunde von HSV-Spielmacher Gordon Wicht, der sieben Treffer erzielte. „Wir haben da streckenweise keinen Zugriff mehr bekommen“, erinnerte sich Dau.

Am Ende reichte die Kraft der Stralsunder nicht aus, um die Partie noch einmal zu drehen. „Usedom war der erwartet starke Gegner und blieb immer auf Tuchfühlung“, so Dau. Seinem Team könne er da keinen Vorwurf machen. Die Stralsunder hätten ein gutes Spiel gemacht. Der Trainer lobte zudem die Atmosphäre in der Halle und auf der Platte. Gerade vor so einer tollen Kulisse hätten Markus Dau und die Männer des Stralsunder HV gern gewonnen.

„Auch wenn es ein kampfbetontes Derby war, lief immer alles fair ab. Uns hat am Ende ein wenig die Luft gefehlt. Die Ausfälle waren nicht so einfach zu kompensieren“, sagte er. Neben Jakub Vanek fielen Benjamin Hinz und Fynn Martin Tippelt verletzungsbedingt aus.

Trotz der Niederlage wollen die Stralsunder die Saison nicht einfach abhaken. „Das Spiel war wichtig, einmal weil es gegen Usedom ging und natürlich mit Blick auf die Tabelle – keine Frage. Aber was die Niederlage für uns bedeutet, sehen wir zum Schluss. “, sagte Dau. Er ärgere sich zwar, dass sein Team am Ende verloren habe, doch werde man deshalb nicht den Kopf in den Sand stecken.

„Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und dann nach vorn schauen. Als nächstes warten noch zwei Derbys auf uns“, so Dau. Der Sstralsunder HV empfängt am kommenden Sonnabend die SG Uni Greifswald/Loitz, eine Woche später ist der Bad Doberaner SV zu Gast.

Andreas Dumke/Manuela Wilk (Ostsee-Zeitung)