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10.02.2018
40 Minuten im kollektiven Tiefschlaf – Zweite verliert in Stavenhagen

 

Viel vorgenommen hatte sich die zweite Männermannschaft des Stralsunder HV am vergangen Samstag beim Tabellenvorletzten Stavenhagener SV. Umgesetzt wurde davon in den ersten 40 Minuten aber so gut wie nichts. Am Ende unterlagen sie völlig verdient mit 21:23.

Das Ungemach deutete sich gleich im ersten Angriff an. Ohne Bedrängnis wurde der Ball ins Aus geworfen. Ein Bild, das sich im Laufe des Spiels noch einige Male wiederholen sollte. Trotzdem lief in den ersten Minuten noch einiges nach Plan. Eric Hoffmann erzielte per Siebenmeter die 3:1 Führung nach viereinhalb Minuten ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Die Gastgeber erzielten in den folgenden fünf Minuten einen 4:0 Lauf und wurden dazu von den Stralsundern geradezu eingeladen. Was dort im Angriff an Fehlwürfen und technischen Fehlern fabriziert wurde, hatte mit MV-Liganiveau absolut nichts zu tun. Auch die Abwehr, die in den letzten Spielen eigentlich wieder zu alter Stärke gefunden hatte, passte sich dem Niveau teilweise an. Zu wenig Beinarbeit, kaum Hilfe für den Nebenmann. Dies nutzte vor allem der quirlige Corven Obst, der vom SHV zu keinem Zeitpunkt des Spiels in den Griff zu kriegen war. Trotz all dieser Schwächen blieb man beim 7:9 nach 23 Minuten in Schlagreichweite, brachte dann aber das Kunststück fertig in den letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit trotz guter Chancen kein Tor mehr zu erzielen. Das Beste zur Pause war noch der Spielstand von 7:11, welcher noch alle Möglichkeiten offenließ.

Aber auch in der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nichts am durchwachsenen Spiel der Stralsunder an diesem Tag. Ohne großartig Bäume ausreißen zu müssen, setzten sich die Gastgeber bis zur 45. Minute auf 12:18 aus SHV-Sicht ab. Erst jetzt ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft. Fünf Minuten vernünftiges Abwehrspiel und konsequentes nutzen der rausgespielten Tormöglichkeiten brachten die Zweite 10 Minuten vor Schluss wieder auf 16:18 heran. Wie schon so oft in dieser Saison konnte das Momentum aber nicht genutzt wurden. Stavenhagen nutzte zwei weitere technische Fehler um sich erneut mit vier Treffen abzusetzen. Diesem Rückstand liefen die Stralsunder bis zum Schluss hinterher, ehe Eric Hoffmann und Fynn Martin Tippelt zum 21:23 noch etwas Ergebniskosmetik betrieben.

Durch diese im Großen und Ganzen enttäuschende Leistung befindet sich die Zweite nun wieder mitten im Abstiegskampf und hat mit 10:18 Punkten nur noch einen Punkt Vorsprung vor den weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden Stavenhagenern ( 9:21 Punkte ). Vor allem die schiere Anzahl der einfachen technischen Fehler war in diesem Spiel erschreckend. Spätestens jetzt muss sich daher jeder der brenzligen Lage bewusst sein, damit das wirklich auch die Letzte derartige Leistung in dieser Saison bleibt. Am nächsten Wochenende reist die Mannschaft zum Pokalviertelfinale nach Greifswald. Am darauf folgenden Wochenende ist ein Sieg im Heimspiel gegen den Schwaaner SV ( 9:21 Punkte ) dann ohne Diskussionen und Ausreden Pflicht.

Für den SHV spielten: Groth (1.-30.; 54.-60. 9 P.) Sinnig (31.-54. 3 P.); Badendieck, Härtel (1), Glandt, Kaden, Hoffmann (8/7), Tippelt (8), Felkel (1), Zober, Schroth, Haack (3)