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02.02.2018
SHV feiert Arbeitssieg über HV Werder

 

Nachdem in der ersten Hälfte nicht alles rund lief, sicherte sich der Oberligist in der zweiten Hälfte einen 32:27-Erfolg.

Von Manuela Wilk

 

Stralsund. Eine glanzvolle Leistung war es nicht, die der Stralsunder HV den Zuschauern in der Vogelsanghalle bot. Doch die Handballer erkämpften sich durch eine gute Mannschaftsleistung nach vorn und sicherten sich in der Oberliga Ostsee-Spree einen 32:27 (12:11)- Erfolg gegen die Gäste vom HV Grün-Weiß Werder.

„Ich bin der Meinung, dass wir verdient gewonnen haben, auch wenn es nicht so glanzvoll war wie in der letzten Woche“, sagte SHV- Trainer Markus Dau hinterher. Gerade in der ersten Hälfte machten die Hausherren einige Fehler. Fehlpässe und Ballverluste spielten dem Gegner in die Karten. So rannten die Stralsunder in den ersten 30 Minuten lange einem Rückstand hinterher. Erst in der 29. Minute erzielte Tom Langschwager mit dem 11:10 die erste Führung der Gastgeber. Allerdings hielt die Freude nur kurz an. Denn Werder glich kurz darauf wieder aus. Beim knappen Vorsprung von 12:11 ging es in die Kabine.

„Hinten lief es in der ersten Hälfte sehr gut. Bei uns war ganz klar der Angriff das Problem. Wir haben sieben technische Fehler gemacht, davon sicher vier in Umschaltspiel und Gegenstoß. Das war sehr ärgerlich“, fasste Markus Dau zusammen. Die Stralsunder verloren unnötig Bälle und verpassten auch beim Torwurf ein paar Chancen. „Sonst hätte es zur Halbzeit schon deutlicher zu unseren Gunsten stehen können“, so Dau.

Werder dagegen machte es den Hausherren schwer. „Wir waren auf die Situation, wie Stralsund taktisch agiert, gut eingestellt. Und haben das in der Abwehr gut gelöst“, lobte Gästetrainer Silvio Krause. Doch er hätte sich zur Halbzeit eine deutliche Führung seiner Mannschaft gewünscht. Stattdessen ging der SHV mit einem leichten Plus in die zweite Hälfte.

Die Hausherren bauten ihren Vorsprung anschließend auf drei Treffer aus. „Vorn sind wir dann konsequenter gewesen und die Torchancen haben wir auch besser genutzt“, erklärte Dau. Die Stralsunder erspielten sich sogar einen Sechs-Tore-Vorsprung (25:19/50.). „Da war eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen“, musste Silvio Krause anerkennen.

Dafür machte der SHV in der Abwehr wiederum ein paar Fehler. Kassierte die Heimsieben in der ersten Hälfte nur elf Gegentreffer, so waren es in Halbzeit zwei 16. Zufrieden war Werders Trainer aber nicht: „Es ging einfach zu schnell. Dazu kam, dass wir viele Strafen bekommen haben, von denen einige auch fragwürdig waren. Trotzdem ist der Abstand am Ende zu deutlich gewesen“, sagte er.

Markus Dau wollte dagegen nicht klagen. „Am Ende zählt, dass wir uns die Punkte geholt haben.“ Gerade vor dem Hintergrund, dass die Füchse Berlin II in Altlandsberg einen Punkt lassen mussten, sei jeder Zähler für den SHV wichtig.

 

Interview _ Martin Brandt
Für den Stralsunder Kapitän Martin Brandt war das Heimspiel gegen den HV Grün-Weiß Werder ein ganz besonderes. Nach vier Monaten Pause konnte er erstmals wieder vor heimischem Publikum auflaufen. Es war sein dritter Einsatz in dieser Saison. Mit dem Sieg war es auch ein erfolgreicher Einstand für den 28-Jährigen. Doch was sagt er selbst zu dem Duell?

 

Wie schätzten Sie ihre Leistung heute ein?

Ich hatte gehofft, dass es bei mir schon etwas besser läuft heute – auch wenn ich weiß, dass es einige Zeit braucht, um zurückzukommen.

Was macht den Einstieg in den Spielbetrieb denn so schwierig?

Es ist nicht leicht, wieder in den Rhythmus hineinzufinden. Die Würfe und die Taktik kommen schnell wieder, aber für den Kopf ist so ein Spiel doch ganz schön schnell.

 

War es denn trotzdem ein schönes Erlebnis für Sie?

Klar – auch wenn es in der ersten Hälfte kein gutes Spiel war. Am Ende war es aber ein Heimspiel – und das macht eigentlich immer Spaß.

 

Woran lag es, dass der SHV erst so spät in Führung ging?

Wir haben vier, fünf Sachen weggelassen und Werder konnte sich durch schnelle Konter absetzen. Zwar stand unsere Abwehr ganz gut. Doch vorn lief es nicht rund. In der zweiten Halbzeit sah es dann schon besser aus. Wir haben uns in der Pause auch vorgenommen, die Fehler abzustellen. So hat es am Ende mit dem Sieg geklappt.

(Ostsee-Zeitung)