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28.01.2018
SHV zu Hause gegen Werder.

Stralsund. Die Freude bei Martin Brandt ist groß. Nach vier Monaten Pause bestreitet der Oberliga-Handballer sein erstes Heimspiel der Saison. Brandt, der nach einer Knie-OP lange aussetzen musste, stand schon wieder zweimal für den Stralsunder HV auf dem Feld. Nun folgt das erste Heimspiel. Am Sonntag um 16.00 Uhr empfangen die Sundstädter den HV Grün- Weiß Werder in der Vogelsanghalle. „Die Vorfreude ist bei mir schon sehr groß“, sagt Martin Brandt.

Mit dem Drittliga-Absteiger kommt allerdings kein einfacher Gegner an den Sund. „Ich würde Werder zu den Topteams der Liga zählen – auch wenn ihre Ergebnisse vielleicht nicht immer konstant gewesen sind“, sagt Trainer Markus Dau.

Vor allem die Vielseitigkeit im Angriff mache die Vorbereitung auf das Spiel schwierig. „Werder ist, was das Kombinationsspiel angeht, kreativ und breit aufgestellt“, erklärt der Trainer. Zudem setze das Team relativ oft auf den siebten Feldspieler und gehe mit viel Tempo nach vorn. „Es gibt also viele Schwerpunkte, die wir bedenken müssen“, meint Dau.

Er hofft aber, dass das Team an „die sensationelle Leistung aus Ludwigsfelde“ anknüpfen könne. Dort siegte der Stralsunder HV in der Vorwoche mit 30:22.

Auch Kapitän Martin Brandt rechnet sich durchaus Chancen auf den Sieg aus. „Gerade weil es ein Heimspiel ist, sehe ich schon einen Vorteil für uns“, sagt er. Teamkollege Benjamin Hinz bestätigt: „Wir freuen uns sehr auf das Heimspiel und auf die tolle Kulisse. Die Unterstützung des Publikums macht dabei viel aus.“

Zudem hätten die letzten beiden Auswärtspartien, gegen die SG OSF Berlin sowie gegen Ludwigsfelde, dem Team noch einmal Selbstvertrauen gegeben. „Wir haben die verletzungsbedingten Ausfälle im Team gut kompensiert und jeweils gesiegt. Daher hoffe ich auch zu Hause auf den Erfolg“, sagt Martin Brandt.

Hilfreich könnte dabei sein, dass mit Martin Hoffmann einer der Verletzten in den Kader zurückkehren soll. „Das wäre natürlich klasse, wenn wir wieder einer mehr sind“, meint der Kapitän. Was die Vorbereitung angeht, setzt er auf die Video-Analyse. „Man kann sich dadurch gut auf die einzelnen Spieler konzentrieren“, meint Brandt, der beim Hinspiel in Werder nicht dabei sein konnte.

Benjamin Hinz erlebte den Erfolg bei den Grün-Weißen hautnah mit, erzielte selbst neun Treffer. „Damals konnten wir uns gut auf den Gegner und die verschiedenen Spieltaktiken einstellen“, erinnert er sich. Der SHV führte zur Halbzeit mit 17:13. „Zum Schluss wurde es in noch einmal unnötig spannend. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen“, so Hinz. Mit fünf Toren Vorsprung nahm der SHV beim 31:26 die Punkte mit nach Hause. Auch dieses Mal wollen die Stralsunder die Punkte behalten.

(Manuela Wilk / Ostsee-Zeitung)