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12.01.2018
1. Männer ersatzgeschwächt nach Berlin / Zweite im Derby gegen Grimmen

Stralsund/Grimmen. Die Handballer des Stralsunder HV haben im Januar ein hartes Auftaktprogramm vor sich. Im ersten Spiel des Jahres treffen die Stralsunder in der Oberliga Ostsee-Spree morgen (19.45 Uhr) auswärts auf die SG OSF Berlin.

Auch wenn die Gegner auf Rang neun stehen – und der SHV auf Tabellenplatz zwei – rechnet Coach Markus Dau mit einer schwierigen Aufgabe für sein Team. „Man muss sich nur anschauen, welche Ergebnisse Berlin zu Hause erzielt hat“, sagt er. So ging das Duell gegen Cottbus beispielsweise mit 22:22 unentschieden aus. „Gegen die Füchse unterlagen sie nur mit drei Toren“, erzählt Dau. Von fünf Heimspielen verlor die SG OSF Berlin nur eins.

„Außerdem sieht es personell nicht gut aus bei uns“, sagt Dau. Martin Hoffmann und Jakub Vanek müssen noch ihre Verletzungen aus dem Spiel gegen die Füchse Berlin II auskurieren. „Jakub muss sogar noch operiert werden“, erklärt der Trainer. Der Abwehrspieler hatte sich damals einen Cut über dem Auge zugezogen. Auch Martin Hoffmann werde noch einige Wochen ausfallen. Er klagte nach einem Zusammenstoß über Schwierigkeiten beim Sehen, die noch nicht vollständig abgeklungen seien. Viele Möglichkeiten, einen Spieler auszuwechseln, hat Dau demnach nicht.

Dazu kommt, dass die Berliner ohne Wachs spielen. Für die Sportler des SHV ist das eine Umstellung, dürfen sie doch bei den meisten Partien der Liga dieses Haftmittel benutzten.

Da ist es nur ein kleiner Trost, dass der lange verletzte Kai Baresel gegen Berlin vermutlich wieder auf dem Feld stehen kann. „Bei Martin Brandt habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Er macht gute Fortschritte im Training und fährt auf jeden Fall mit. Sein Einsatz ist aber noch fraglich“, sagt Markus Dau.

Die Stralsunder müssen nach den Feiertagen aber möglichst schnell wieder in den Oberliga-Rhythmus zurückfinden, denn am 20. Januar wartet mit dem Ludwigsfelder HC der aktuell Drittplatzierte auf das Team. Danach emfängt der Stralsunder HV den HV GW Werder zum ersten Heimspiel dieses Jahres.

Derbyzeit in der MV-Liga

Diese Duelle versprechen Spannung. Wenn die Handballer aus Grimmen und Stralsund aufeinander treffen, geht es meist hoch her. „Es ist kein Liga-Spiel wie jedes andere. Es ist ein Derby, das auch so gelebt wird“, sagt Gunnar Jasmann, Trainer der zweiten Stralsunder Männermannschaft. Er selbst hat als Spieler in der Vergangenheit die Härte dieser Partien zu spüren bekommen.

Nun muss er als Trainer das Team auf diese Partie vorbereiten. „Für viele der Spieler ist dieses Derby neu – denn durch den Umbruch zu Beginn der Saison haben wir eine relativ neue Mannschaft“, meint er. Im Gegensatz zu den Gästen. Die Handballer des HSV Grimmen sind ein gut eingespieltes Team und kennen sich seit Jahren. „Aus diesem Grund ist es auch schwierig, einen Favoriten auszumachen“, meint der Coach.

Sicher ist aber, dass der SHV zu Hause gewinnen will. „Und wir wollen den Fans zeigen, dass wir uns verbessern können“, so Jasmann. Die Mannschaft habe zwar in jedem Spiel ihre guten Phasen, doch das reiche auf Dauer nicht aus. Derzeit steht die zweite Männermannschaft des Stralsunder HV auf Rang zehn in der MV- Liga. Die Sundstädter konnten erst drei ihrer zehn Partien gewinnen. Die Gäste aus der Trebelstadt konnten fünf Erfolge verbuchen und belegen Platz sechs.

Allerdings absolvieren die Gäste schon am Freitag ein Liga-Duell. Es wird sich zeigen, wir gut sich die Grimmener ihre Kräfte einteilen. Fest steht, Stralsund gehört nicht zu den beliebtesten Zielen der Handballer. Zwar rangiert der HSV vor dem Gastgeber, doch in den letzten Jahren war für die Grimmener gegen Stralsund nur wenig zu holen. Dies immer auf das fehlende Wachs zurückzuführen, wäre zu einfach.

„Grimmen muss versuchen, vor allem in der Defensive viele Bälle zu gewinnen, um in den Gegenstoß zu kommen“, sagt Trainer Manuel Abe. Denn aus dem Positionsangriff habe es jede Mannschaft in Stralsund schwer. Zumal der Gastgeber für eine bewegliche und aggressive Abwehr und seine guten Torhüter bekannt ist.

„Wir dürfen die schnellen Gastgeber nicht ins rollen kommen lassen“, sagt Abe. Die Grimmener wollen mit einer geduldigen Spielweise zum Erfolg kommen. Die Partie beginnt um 16.00 Uhr in der Karsten-Sarnow-Halle.

(Manuela Wilk; Manueal Müller/ OZ)