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27.11.2017
Pflicht erfüllt: Stralsunder Handballer feiern Erfolg

Stralsund. Sie sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Handballer des Stralsunder HV haben in der Oberliga Ostsee-Spree endlich wieder einen Sieg geholt. Gegen Tabellenschlusslicht SV Brandenburg-West haben Trainer und Zuschauer sicher auch nichts anderes erwartet. „Genau dieser Druck macht es schwer, gegen ein Team aus dem Tabellenkeller anzutreten“, weiß Handballer Tom Härtel. Am Ende siegte der SHV deutlich.

„Mit dem Ergebnis von 39:26 sollte ich wohl zufrieden sein“, sagte Coach Markus Dau nach der Partie. „Wir haben das Spiel dominiert, hätten aber konsequenter sein müssen“, sagt er. In der Abwehrleistung habe der SHV nicht 60 Minuten lang diszipliniert und kaltschnäuzig genug agiert. Zudem sei ihm aufgefallen, dass der Funke bei der Partie nicht ins Publikum übergesprungen sei. Die Fans feuerten die heimische Sieben zwar an, doch war es zuletzt deutlich lauter und euphorischer in der Vogelsanghalle zugegangen.

Die Handballer vom Sund machten am Sonnabend schnell klar, wer das Sagen an diesem Abend haben würde. Sie gingen von Beginn an in Führung und ließen sich diese nie nehmen. Nach 15 Minuten waren die Gäste mit 7:10 durchaus noch in Reichweite. Doch schon zehn Minuten später hatten sich die Gastgeber auf 18:10 abgesetzt. Zur Pause führte der SHV mit 21:12 und ließ keinen Zweifel an seinem Sieg aufkommen. „Spielerisch haben wir es gut gemacht und früh geführt“, sagt Tom Härtel. In der zweiten Hälfte bestimmte die Sieben vom Sund weiter die Partie.

Coach Markus Dau nutzte die Chance, um alle Sportler einzuwechseln. Auch bei den Gästen mussten alle mitgereisten Handballer ran. Allerdings hatte Gästecoach Peter Reckzeh nur einen Wechselspieler dabei. „Wir sind die ganze Saison über schon mit einem sehr kleinen Kader unterwegs. Mit dem, was das Team kämpferisch gezeigt hat, bin ich sehr einverstanden“, lobte Reckzeh die Brandenburger Männer. Nachdem einer der Spieler in der 35. Minute seine dritte Zeitstrafe kassiert hatte, saß der Coach mit dem Mannschaftsbetreuer allein auf der Bank. „Dabei war das Spiel gar nicht so hart, wie es die Strafen vermuten lassen“, sagte Reckzeh.

Trotz des Sieges waren die SHV-Spieler mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden. „Wir hatten uns vorgenommen, konsequenter zu spielen. Auch in der Deckung müssen wir weiter an uns arbeiten“, sagte beispielsweise ein selbstkritischer Martin Hoffmann. „Das Ergebnis hätte deutlicher ausfallen können. Denn wir haben nicht alle Chancen genutzt“, waren sich auch Christian Schwerin und Tom Härtel einig. Dennoch sei der Erfolg wichtig für das Team und die Moral.

Stralsunder HV: Ligarzewski, Korth, Langschwager 2, Tippelt 2, Landwehrs 2, Härtel, Hoffmann 7, Vanek 5, Hinz 11/5, Schwerin 2, Zemlin 4, Trupp 2, Ehlers 2

Brandenburg-West: Alpers, Witowski, Witt 6, Kryszon 1, Wybranietz 9/1, Lipinski 4/2, Teichert 2, Wiznerowicz 2, Müller 2

Siebenmeter: SHV 5/5, Brandenburg 5/3

Strafminuten: SHV 10, Brandenburg 12