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18.10.2017
Zweites Derby – zweiter Sieg

Zweites Derby – zweiter Sieg

SHV-Handballer gewinnen gegen SG Uni Greifswald/Loitz mit 32:22
Greifswald. Der Stralsunder HV ist seiner Favoritenrolle in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree wieder gerecht geworden. Im Derby bei der SG Uni Greifswald/Loitz holte sich das Team von Trainer Markus Dau mit 32:22 (14:11) einen klaren Sieg und die nächsten Punkte. Damit bleibt die SHV-Sieben nach sechs Spielen weiter ungeschlagen.

Trotzdem war Trainer Markus Dau mit dem Verlauf der ersten Halbzeit in Greifswald nicht ganz zufrieden. „Wir haben in der Abwehr nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir hätten den Rückraum der Loitzer viel früher angreifen müssen“, meinte er. Dadurch konnte der SHV nicht so viel Tempo ins Spiel bringen. Aufsteiger SG Uni Greifswald/Loitz hielt zu Beginn gut mit und erarbeitete sich sogar eine 5:3-Führung. Doch dann drehte der SHV auf und setzte sich auf 8:5 ab. Radoslaw Wolski erzielte mit drei Toren den 8:8-Ausgleich für Greifswald/Loitz. Und kurz vor der Pause warf Hannes Lemcke letztmalig eine Führung (11:10) für die SG Uni Greifswald/Loitz heraus. Danach übernahmen die Gäste aus Stralsund das Zepter.

SG Uni-Trainer Alexander Einweg: „Wir sind gut ins Spiel gestartet. Doch dann führten Unkonzentriertheiten und technische Fehler dazu, dass wir einem Rückstand hinterherlaufen mussten.“

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte der SHV seine Abwehr um. Der Plan ging auf – die Gäste setzten sich immer weiter ab und war die überlegenere Mannschaft. Auch Neuzugang Jon Ehlers habe sich gut präsentiert. „Er hat in der zweiten Hälfte fast nur in der Abwehr gespielt und das gut gemacht“, so Dau. Auf den 32:22-Erfolg können die Handballer weiter aufbauen. Einziger Wermutstropfen für das Team: Kai Barasel hat sich leicht verletzt.

Stralsund gewinnt Handballderby in Greifswald

Mit großen Hoffnungen waren die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz ins Vorpommernderby der Oberliga-Ostsee-Spree gegen den Stralsunder HV gestartet und mussten sich am Ende der spielerischen Überlegenheit des Tabellenzweiten aus der Sundstadt deutlich mit 22:32 geschlagen geben. Vor gut 500 Zuschauern bei der Premiere der SG Uni Greifswald/Loitz im Greifswalder Schönwalde-Center hielt der Aufsteiger aus Greifswald/Loitz 40 Minuten gut mit, ehe Stralsund das Spiel deutlich beherrschte und jegliche Spannung durch eine regelrechte Torflut im Keim erstickte. Uni Trainer Alexander Einweg benannte die Ursachen für die frühe Entscheidung zu Gunsten Stralsunds: „ Wir sind gut ins Spiel gestartet und hatten uns nach zehn Minuten eine zwei Tore Führung herausgeworfen. Dann führten Unkonzentriertheiten und technische Fehler dazu, das wir fortan einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Nach guten ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit zog Stralsund uns mit der offensiven Deckung vollends den Zahn. Wir bewegten uns zu wenig, die Kräfte ließen nach und technische Fehler waren die Folgeerscheinung. Obwohl wir die gesamte Trainingsarbeit der letzten Woche auf diese Variante ausgerichtet hatten, gelang es uns nicht unsere Vorhaben umzusetzen. „

Sein Gegenüber Markus Dau vom Stralsunder HV bemängelte nach dem Abpfiff das Auftreten seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit, zeigte sich nach der Schlusssirene mit der Vorstellung seiner Spieler aber zufrieden: „ In der ersten Spielhälfte haben wir unsere Vorgaben nicht umgesetzt. Wir wussten, das Greifswald/Loitz über den Rückraum sehr stark und gefährlich ist. Durch mangelhafte Deckungsarbeit ließen wir den Gegner zu lange gewähren und im Aufbauspiel fehlte das Tempo. Im zweiten Durchgang stellten wir unsere Deckungsarbeit um, verschärften das Tempo und agierten im Abschluss auch treffsicher. Mit der klaren Führung im Rücken kam die Sicherheit und die Mannschaft hat sich mit den zwei Punkten zu Recht belohnt. „ Nach der 5:3 Führung der SG Uni legte Stralsund Mitte der ersten Halbzeit einen Zwischenspurt hin und setzte sich auf 8:5 ab. Radoslaw Wolski brachte Greifswald/Loitz mit drei Treffern vom Kreis in Folge wieder auf 8:8 heran. Sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff warf Hannes Lemcke Greifswald/Loitz letztmalig zum 11:10 nach vorn. Mehrere technische Fehler hintereinander nutzte Stralsund zu drei weiteren Treffern und ging mit einer 14:11 Pausenführung in die Kabinen. Erik Schumacher, Rechtsaußen der SG Uni Greifswald/Loitz bemerkte zum weiteren Spielverlauf: „ Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit spielten wir richtig gut. Dann verloren wir den Rhythmus. Unser Spiel wurde zu statisch und zu ideenlos. Wir hörten auf aus dem Rückraum zu werfen, die vielen technischen Fehler ermöglichten es Stralsund davonzuziehen. „ Zehn Minuten ein Spiel auf Augenhöhe, Greifswald/Loitz kam bis Minute 40 auf 18:20 heran. Dann spielte nur noch eine Mannschaft, der Stralsunder HV. Julian Schramm bemerkte nur: „ Wir haben in den letzten 20 Minuten völlig den Faden verloren. „ Stralsund nutzte die Starre der SG Uni gnadenlos aus und baute den Vorsprung bis zum Abpfiff im Stile einer Spitzenmannschaft auf 32:22 aus.

Bernt Petschaelis, Vorstandsmitglied der SG Uni Greifswald/Loitz war am Ende natürlich vom Ergebnis enttäuscht, freute sich aber darüber, das eine Spitzenmannschaft der vierten Liga zu diesem Handballereignis in Greifswald beitrug: „ Das Ergebnis ist eindeutig. 22 Tore sind einfach zu wenig, um einer Mannschaft wie Stralsund gefährlich zu werden. Stralsund ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden, wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen. Unsere Angriffsleistung in der zweiten Halbzeit wurde mit zunehmender Spielzeit immer schlechter. Für uns geht es nun darum, in den nächsten Spielen unser Leistungsvermögen wieder auszuschöpfen und vor allem in den Heimspielen Punkte zu sammeln. „

SG Uni Greifswald/Loitz:
Borchardt, Weier, Henk – Czekansky, Stefanicki (2), Schramm (1), Seidel, Hagemeier (5), Olejniczak (2), Wolski (3), Kokoszka (3/1), Schumacher (3), Lemcke (3)

Statistik:
Siebenmeter Greifswald/Loitz 1, verwandelt Stralsund 5, davon 4 verwandelt
Strafen Greifswald/Loitz 5 x 2 Minuten Stralsund 5 x 2 Minuten

(Manuela Wilk / Ralf Scheunemann)