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06.10.2017
SHV fiebert Derby gegen Usedom entgegen

Sundstädter hoffen auf volle Halle / Christian Schwerin wieder dabei

Von Wenke Büssow-Krämer, Stefan Ehlers und Andreas Dumke

Stralsund. Markus Dau ist die Vorfreude auf das morgige Duell deutlich anzumerken. „Derbys sind immer etwas Schönes“, meint der Trainer und Geschäftsführer des Stralsunder HV mit Blick auf das morgige Handballfest. Zu Gast in der Vogelsanghalle ist der HSV Insel Usedom (19.30 Uhr).

„Das erste Derby der Saison als Heimspiel bestreiten zu können, freut uns besonders“, sagt Dau. Der 35-Jährige hofft auf eine volle Halle. „Gerade die Derbys waren immer gut besucht.“

Mit einem perfekten Saisonstart betrieben die Sundstädter reichlich Werbung in eigener Sache. Nach vier Runden in der Oberliga Ostsee-Spree grüßt das Dau-Team von der Tabellenspitze.

Ganz anders die Usedomer, die nach einem guten Start aus dem Tritt kamen. Die Insulaner verloren überraschend bei Aufsteiger Spandau, kamen gegen Grünheide nicht über ein Remis hinaus, kassierten am vergangenen Wochenende bei der SG Greifswald/Loitz eine Niederlage und rutschten auf Rang neun ab.
„Wir gehen als klarer Außenseiter in diese Partie“, meint HSV-Spieler Christopher Neidel. „Stralsund ist noch verlustpunktfrei und in einer sehr guten Verfassung. Trotzdem wollen wir natürlich alles in die Waagschale werfen, um uns beim Aufstiegsfavoriten Nummer eins bestmöglich zu verkaufen.“

Die Sundstädter nehmen die Favoritenrolle an. „Wir wollen, können und müssen das Spiel gewinnen“, meint Florian Zemlin, der längst vom Derby-Fieber gepackt ist. „Die Freude der anderen steckt an.“

Der Ex-Rostocker erwartet aber keinen Selbstläufer. „Usedom spielt hinten sehr robust und wir sind spielerisch noch nicht da, wo wir hinwollen“, begründet Zemlin, der im SHV-Team sofort eine Führungsrolle übernahm.

Die Gastgeber müssen weiterhin verletzungsbedingt auf Martin Brandt und Jakub Vanêk verzichten. Tom Langschwager und Johannes Truppe lagen in dieser Woche mit Infekten flach. Dafür ist Christian Schwerin nach überstandenen Magenproblemen wieder an Bord.

Die beiden Derbys der vergangenen Saison gewann jeweils die Heimmannschaft. „Derbys haben ja immer ihre eigenen Gesetze. Ich gehe davon aus, dass die Usedomer motiviert bis in die Haarspitzen sein und uns einen heißen Tanz liefern werden“, sagt Markus Dau, zumal sich beide Teams schon aus gemeinsamen Drittliga-Zeiten kennen. „Von daher ist das schon etwas Besonderes.“

Eintrittskarten für das Derby
(ab 8 Euro, Kinder zahlen 4 Euro) sind bis heute Mittag im OZ-Servicecenter und in der SHV-Geschäftsstelle sowie morgen ab 18.30 Uhr an der Tageskasse erhältlich.