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10.04.2017
Stralsunder HV dreht das Spiel nach der Pause

Handballer setzen sich gegen Fortuna Neubrandenburg mit 19:17 durch.
 
Stralsund. Bei einem Derby ist alles möglich: Das zeigte der SHV am Sonnabend beim Duell gegen den SV Fortuna Neubrandenburg. In der Handball Oberliga Ostsee-Spree hatte es das Team von Markus Dau zunächst ziemlich schwer. Die Tabellenzweiten fanden einfach nicht ins Spiel. Erst in der zweiten Hälfte konnte sich Stralsund Tor um Tor herankämpfen und das Duell noch zum 19:17-Sieg (6:10) drehen. (Interview, Bilder, Video, Pressekonferenz, Bilder)

Zwar machten die Stralsunder das erste Tor des Spiels, doch ließen die Gäste bis zur 18. Minute keinen Treffer zu. Und da führte Neubrandenburg schon mit 7:1. „Was den Abschluss angeht, waren wir unsicher. Vorn ist zu wenig passiert“, meint Trainer Dau nach der Partie. Auch Stralsunds sonst so treffsicherer Benjamin Hinz vergab zwei Siebenmeter. Danach musste Marc Hünerbein zweimal am Siebenmeterpunkt antreten. Er traf einmal und bescherte dem SHV das 2:7.

Die guten Paraden des Neubrandenburger Torwarts machten den Gastgebern zu schaffen. „In der Abwehr haben wir gut gestanden“, sagt der Coach. Mit einem 6:10-Rückstand für den SHV ging es in die Pause.

„Dass sie nur zehn Gegentore kassiert haben, ist gut. Aber Stralsund muss abwechslungsreicher spielen“, urteilte Tim Bracklow in der Pause. Der gebürtige Neubrandenburger verfolgt das Duell gespannt – schließlich soll er im Juni das Trainerteam des Vereins verstärken und die Aufgaben von Walter Bollmann übernehmen. „Ich habe selbst 20 Jahre lang Handball gespielt“, erzählt er. Mit seiner Einschätzung sollte er recht behalten.

In der zweiten Hälfte läuft es bedeutend besser für die Sundstädter. Sie erkämpfen sich Tor um Tor. Selbst Torwart Tim Escher kann einen Treffer erzielen. Durch seine Paraden hält er das Team im Spiel. 13 Minuten vor Schluss sieht Jakub Vanek eine rote Karte. Der SHV jetzt in Unterzahl – doch Benjamin Hinz trifft zur 14:13-Führung. Jetzt wird es noch einmal spannend.

Vier Minuten vor Schluss steht es wieder ausgeglichen 16:16. Durch eine starke Mannschaftsleistung holt sich der SHV aber noch den 19:17-Sieg. „Neubrandenburg hat den Kampf angenommen“, lobt Effenberger nach dem Spiel. Trotzdem sei er froh, dass die Punkte beim SHV bleiben.

Beide Teams spielten unerbittlich: Das bekam auch Fynn Tippelt – der von Neubrandenburg zum SHV wechseln wird – zu spüren. Für ihn war die Partie eine gute Gelegenheit, die Spielweise des SHV kennenzulernen. „Er hat sich für Neubrandenburg voll reingehangen. Und seine künftigen Mannschaftskameraden haben ihm nichts geschenkt“, sagt Co-Trainer Marcel Effenberger. „So soll es sein.“ Auch Kapitän Martin Brandt freut sich auf den Neuzugang: „Er ist ein junger Spieler mit einer guten Ausbildung und wird uns gut zu Gesicht stehen.“

Mit dem Sieg steht der SHV weiter auf Tabellenplatz zwei der Oberliga. Im nächsten Spiel am 22. April muss der SHV auswärts zum Derby beim HSV Insel Usedom antreten.

SHV: Ligarzewski, Escher (1), Baresel, Brandt (6), Olejniczak (2), Hünerbein (6/1), Hoffmann, Sadewasser, Kladek-Markau, Hinz (4), Vanek, Swiatek

Strafminuten: SHV 10, Fortuna Neubrandenburg 8

(Ostsee-Zeitung/Manuela Wilk)