Aktuelles

19.03.2017
2.Männer gehen in Grimmen sang- und klanglos unter

Die zweite Männermannschaft des Stralsunder HV kassierte beim Auswärtsspiel in Grimmen die mit Abstand höchste Niederlage ihrer MV-Ligazugehörigkeit. 38:22 hieß es am Ende für die Gastgeber.

Zwar wurde das Spielerlazarett unter der Woche nicht kleiner (zu den Verletzten gesellte sich nach einer Fußverletzung auch Linksaußen Tom Härtel), trotzdem hatte sich die Mannschaft vorgenommen es den Grimmern, die in den letzten Wochen mit vielen starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht haben und jetzt sicherlich zu den Topfavoriten auf eine Medaille gehören, mit einer couragierten Leistung so schwer wie möglich zu machen. Beginnend mit einer 4:2 Abwehrformation wollte man die Gastgeber früh unter Druck setzen. Diese ließen sich davon allerdings nicht beirren und kamen in der Anfangsphase immer wieder erfolgreich über die Außen zum Abschluss. Schnell lief der SHV einem 0:3 Rückstand hinterher. Maximilian Bechly mit einem schönen Schlagwurf und René Zober von Rechtsaußen verkürzten auf 2:3. Es schien zunächst, als wären die Stralsunder jetzt im Spiel, doch dieser Eindruck währte nicht lange. Scheinbar problemlos erhöhten die Gastgeber auf 2:6, 4:10 und 7:14. Dabei nutzten sie die zahlreichen Abstimmungsprobleme in der Stralsunder Hintermannschaft konsequent aus. Auch im Angriff blieb beim SHV vieles Stückwort. Vor allem die Qualität im Abschluss, diese Saison eines der Hauptmankos der Mannschaft, schwankte erheblich. Schöne Tore wie von Ole Domning aus dem Rückraum, von Philipp Badendieck aus einem eins gegen eins, oder auch von Christian Salewski auf Außen blieben eine Ausnahme. Scheinbar auf jede gute Aktion folgten zwei bis drei weniger gute. Allein in der ersten Halbzeit registrierte die Statistik fünf Würfe, die mittig auf das Tor kamen und für den Grimmer Torwart keine Herausforderung darstellten. Die daraus resultierenden Gegenstöße nutzte der HSV konsequent und setzte sich zur Halbzeit auf 10:17 aus SHV-Sicht ab.

Die ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit konnten die Stralsunder ausgeglichen gestalten. Bis zum 16:23 konnte der Rückstand zumindest im erträglichen Rahmen gehalten. Was dann passierte ist nur schwer in Worte zu fassen. Den Stralsundern gelang in den letzten 20 Minuten so gut wie nichts mehr. Fehlwürfe, sich häufende technische Fehler und mangelhafte Konsequenz im Deckungsverbund machte den Gastgebern das Leben einfach, die zu keinem Zeitpunkt ihr Tempo runterschraubten. Über die Spielstände 18:31, 21:35 bis zum Endstand von 22:38 nahm das Debakel seinen Lauf. Das letzte Tor hatte dabei nochmal Symbolcharakter für das ganze Spiel. In Unterzahl genügte dem HSV Grimmen eine einfach einfache Kreuzung der Außenspieler um in der SHV-Deckung heillose Verwirrung anzurichten und völlig freistehend über Linkaußen einzunetzen. So feierten die Gastgeber ihren höchsten Saisonsieg, der auch in dieser Höhe völlig in Ordnung geht. Auch die derzeitige Personalsituation kann da nicht vollumfänglich als Ausrede herhalten sich in einem Derby bis auf wenige Ausnahmesituationen so zu präsentieren.

Am kommenden Sonntag empfingt die Mannschaft in der heimischen Diesterweghalle mit dem SV Einheit Demmin den nächsten schweren Gegner, der momentan einen ähnlich erfolgreichen Lauf, wie der HSV Grimmen vorweisen kann. In solch schweren Phasen wird der Zusammenhalt einer Mannschaft auf die Probe gestellt. Zusammen gewinnen ist einfach, sich zusammen nach vielen Enttäuschungen wieder hochzuarbeiten nicht ganz so. Für die Stralsunder gilt es daher im Laufe der Woche dieses Spiel aus den Köpfen zu kriegen, sich zusammenzuraufen und gemeinsam am Sonntag eine entsprechende Reaktion auf die Platte zu zaubern.
Für den SHV spielten: Korth (4 P.), Groth (12/1 P.); Badendieck (3), Zober (1), Domning (4), Hoffmann (6/2), Salewski (3), Bechly (4), Jasmann (1), Kaden

 

(PG)