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06.03.2017
Handballer gewinnen Spitzenspiel gegen Altlandsberg

Stralsund. Die Freude ist Martin Brandt anzusehen. Der Kapitän des Stralsunder HV durfte am Sonnabend erstmals wieder aufs Feld – und das beim Topspiel der Oberliga Ostsee-Spree gegen den MTV Altlandsberg. „Es ist schön, wieder dabei zu sein“, sagt der 27-jährige Handballer, der auch gleich viermal für seine Mannschaft traf. „Auf der Bank zu sitzen, ist nicht so meins“, erklärt er lachend. Drei Partien musste Brandt verletzungsbedingt vom Rand mitverfolgen. Am Sonnabend konnte er nun aber wieder aktiv ins Geschehen eingreifen. Am Ende siegten die Stralsunder vor heimischer Kulisse und mehr als 700 Zuschauern in der Vogelsanghalle mit 27:23 (13:10).

„Wir haben in der ersten Hälfte ein solides Spiel gemacht“, sagt Brandt. Auch wenn die Gäste zuerst trafen, erspielte sich der SHV bald darauf die Führung. Ab dem 7:6 bauten die Stralsunder ihren Vorsprung bis zum 11:8 aus. Den Unterschied von drei Toren rettete der SHV zum 13:10 in die Pause.

Schon in der ersten Hälfte zeigten die Sundstädter, dass sie zurecht oben in der Tabelle mitspielen. So hielt Szymon Ligarzewski unter anderem einen von zwei Siebenmetern für die Gäste. Benjamin Hinz wiederum versenkte drei Siebenmeter im Tor von Altlandsberg.

Da jubelten nicht nur die Erwachsenen. Zu den jüngsten Fans an diesem Abend gehörte die siebenjährige Natalie aus Stralsund. Sie freute sich über jeden Treffer ihres Lieblingsspielers Benjamin Hinz – der machte insgesamt sieben Tore. Zusammen mit ihren Eltern und Freundin Maja (6) fieberte das Mädchen bei der Partie mit, denn Natalie spielt selbst. Mit ihren sieben Jahren gehört sie zur F-Jugend des Stralsunder HV.

Gespannt verfolgten auch ein paar Ehrengäste die Partie. Drei Volleyballerinnen der Wildcats und ihr Trainer André Thiel kamen zum Spiel. Eine Woche zuvor hatten die Handballer den Wildcats bei ihrem Heimspiel die Daumen gedrückt. „Ich habe früher in Kiel die Spiele des THW verfolgt und freue mich, dass wir jetzt hier dabei sein können“, sagt Melanie Horn. Teamkollegin Pia Schulte-Döinghaus gefällt vor allem die gute Stimmung in der Halle. „Spiele vor dem heimischen Publikum sind immer etwas Besonderes“, weiß die Sportlerin aus Erfahrung. Die Wildcats spielten am Abend die Glücksfee und zogen die Gewinner zweier Gutscheine für die Stralsunder Bäckerei Krämer.

Im Vergleich zur ersten Halbzeit setzten die Handballer von Markus Dau in der zweiten Hälfte noch einen drauf. „Wir haben super gespielt und hatten eine überragende Abwehr“, fasst es Kai Baresel zusammen. Der aktuell Tabellenzweite baute seinen Vorsprung beim 17:10 auf sieben Tore aus. „Dann hatten wir einen kleinen Hänger und haben uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, ergänzt Martin Brandt. Das Ergebnis: Die Gäste konnten auf drei Tore herankommen. Aber den 27:23-Sieg ließ sich der SHV nicht mehr nehmen.

Jetzt bereitet sich das Team auf den nächsten Gegner vor. Am Wochenende reist der SHV zum Ludwigsfelder HC (aktuell Platz fünf).

(Ostsee-Zeitung/ M.Wilk)