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08.02.2017
Cottbus beschert Stralsund erste Heimniederlage der Saison

Handballer unterliegen im Topspiel der Oberliga Ostsee-Spree knapp mit 24:27 
Manuela Wilk

Stralsund. Die Halle tobt, die Stimmung ist aufgeheizt - doch die Unterstützung der Fans kann eine Niederlage der Stralsunder Handballer nicht verhindern. Im Topspiel der Oberliga Ostsee-Spree gegen den LHC Cottbus muss sich der Stralsunder HV geschlagen geben.

Dabei sieht am Anfang alles nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. Der SHV geht in der ersten Minute durch ein Tor von Marc Hünerbein in Führung. Kurz darauf trifft Martin Hoffmann zum 2:0. Zwischen 850 und 900 Zuschauer verfolgen das Spiel in der Stralsunder Vogelsanghalle.

Auch einige Gästefans sind nach Stralsund gekommen. Sie können in der zweiten Minuten zum ersten Mal jubeln - die Cottbusser verkürzen auf 2:1. Kurz darauf gelingt ihnen die Führung. Die Stralsunder holen immer wieder auf, bauen den Punktestand auf 9:6 aus. Durch Fehler und Ballverluste treffen die Gegner aber immer wieder ins Tor des SHV. Trainer Markus Dau versucht, seinem Team Tipps vom Feldrand zu geben. Aber die Gäste können ihren Vorsprung bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 11:14 ausbauen.

„Es ist ein Spiel auf Augenhöhe, aber uns fehlen einfach ein paar wichtige Spieler im Rückraum“, sagt Rene Mowakowski vom Stralsunder Fanclub. Er verfolgt die Partie gespannt. „Es ist schon sehr emotional“, sagt er. Die zweite Halbzeit beginnt für die SHV-Fans mit einem Gegentor. Das Team von Markus Dau versucht, die Abwehr der Cottbusser zu durchbrechen - sie lassen sich nicht abhängen und schaffen schließlich den 19:19 Gleichstand. Die Freude währt nicht lange. Jedes Mal wenn der SHV einen Treffer erzielt, kontern die Gäste. Etwa zehn Minuten vor dem Schluss gehen die starken Cottbusser wieder in Führung und lassen sie sich nicht mehr nehmen. An der ersten Heimniederlage der Stralsunder kann auch Benjamin Hinz mit einem Tor in letzter Sekunde nichts ändern.

„Cottbus war die bessere Mannschaft, sie war aber auch besser besetzt“, erklärt sich Thomas Elgeti den Endstand. Der Stralsunder weiß wie Trainer Markus Dau, dass wichtige Spieler gefehlt haben. „Wir waren schon ziemlich am Limit“, muss der SHV-Trainer zugeben. Ihm habe mit Kapitän Martin Brandt ein wichtiger Spieler gefehlt. Auch Adam Swiatek konnte nicht spielen. Es gab daher nur wenige Alternativen im Kader. Dau: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber auch leichte Bälle verloren.“ Der Trainer des LHC, Marcel Linge, fügt hinzu: „Es war eine tolle Stimmung und ein faires aber hartes Spiel.“

Der Stralsunder HV steht trotz Niederlage mit 26:6 Punkten noch auf Tabellenplatz eins. Platz zwei geht an den LHC Cottbus mit 25:5 Punkten. Die Fans schreiben auf der Facebook-Seite des Vereins aber schon davon, dass der SHV seine Tabellenführung abgegeben habe. Der Grund: Der LHC Cottbus hat eine Partie weniger gespielt als der SHV.

Für Markus Dau und sein Team heißt es jetzt, nach vorn zu sehen und sich auf das Auswärtsspiel am Wochenende gegen die Füchse Berlin II vorzubereiten.

 (Ostsee-Zeitung)