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30.01.2017
Tore im Minutentakt


Handballer besiegen den VfL Tegel in der Ostsee-Spree Oberliga mit 36: 22 / Kapitän Martin Brandt muss das Duell verletzt von der Bank verfolgen (Pressekonferenz) (Interview K.Baresel)  (Video)

Stralsund. Mit einer Hiobsbotschaft starteten die Stralsunder Handballer am Sonnabend in ihr Duell. Der Kapitän des Teams Martin Brandt hatte sich bei der Erwärmung kurz vor dem Spiel verletzt. „Ich spürte einen Stich im Finger“, erklärte der Handballer nach der Partie. Trotz der angespannten Personallage schafften es die Männer von Trainer Markus Dau, die Gäste vom VfL Tegel in Schach zu halten. „Die Mannschaft hatte schon oft gut gespielt und wir durften sie nicht unterschätzen“, resümierte er am späten Abend. Dau zeigte sich zufrieden mit der Leistung des Teams. „Hut ab vor allem für Martin Hoffmann, der trotz Beschwerden gespielt hat.“

Die Stralsunder lieferten sich in der Vogelsanghalle ein spannendes Duell. Obwohl sie in der ersten Halbzeit noch nicht richtig ins Spiel fanden, lagen die Stralsunder meist mit einem Punkt vorn.

Schon nach wenigen Sekunden gelang Jakub Olejniczak der Führungstreffer. Nach fünf Minuten gab es den ersten Siebenmeter für den SHV – den Benjamin Hinz souverän verwandelte. Es sollte nicht der letzte Paradewurf des 27-Jährigen bleiben. So ertönte immer wieder der Ruf „Hey Benny hey!“ gefolgt von Jubel und einem „Oh yeah!“. Die Jungs von Markus Dau bauten ihre Führung bis zum 4:0 aus.

Dann, so schien es, starteten die Gäste ins Spiel. Sie kämpften sich bis zum 5:4 heran. Die Tore fielen beinahe im Minutentakt. Zur Halbzeit stand es schließlich 15:13 für die Stralsunder.

„Ja, in der ersten Hälfte konnten wir das Team ein bisschen ärgern“, sagte Frank Schücke, Trainer des VfL. „In den ersten 30 Minuten lief es in unserer Abwehr nicht so gut. Da fehlte die Balance“, sagte der SHV-Coach. In der zweiten Halbzeit lief es für den SHV deutlich besser. „Da haben wir leider keinen Zugriff mehr gefunden“, gab der Gäste-Trainer zu. Markus Dau ergänzte: „Dafür setzten wir um, was wir uns vorgenommen hatten.“ So baute der Tabellenführer der Ostsee-Spree Oberliga seinen Vorsprung in der zweiten Hälfte bis auf 14 Tore aus. Immer wieder musste Benjamin Hinz an den Siebenmeter-Punkt vortreten. „Wenn man einen Lauf hat, macht man sich weniger Gedanken und wirft intuitiver“, erklärte Benjamin Hinz.

Für den VfL-Coach war die Partie trotz Niederlage – und obwohl er eine rote Karte kassierte – ein Erfolg. Seine Jungs hätten nicht oft die Chance, vor so großem Publikum zu spielen. Das sei etwas besonderes und eine gute Erfahrung.

Neben Benjamin Hinz gehörten vor allem Marc Hünerbein und Martin Hoffmann zu den Spielern mit den meisten Treffern. „Mein Kompliment an Benny und Marc“, lobte auch Kapitän Brandt nach dem Spiel. Für den SHV steht am Wochenende wieder ein Duell in der Heimat an. Die Handballer aus Cottbus sind zu Gast.Manuela Wilk Für den SHV spielten: Szymon Ligarzewski, Marc Hünerbein, Kai Baresel, Benjamin Hinz, Jakub Olejniczak, Martin Hoffmann, Maic Sadewasser, Jakub Vanek, Adam Swiatek

OZ