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23.01.2017
SHV verteidigt Tabellenführung

Eine hektische Partie konnten die Männer des Stralsunder HV am vergangenen Samstag beim VfL Lichtenrade mit 23:26 für sich entscheiden und bleiben somit Tabellenführer der Ostsee Spree Oberliga.

Dabei starteten die Sundstädter mit einer schnellen 1:4 Führung sehr gut in die Begegnung. Etwas ungewöhnlich, dass alle ersten 4 Stralsunder Treffer vom 7 Meter Punkt per Strafwurf durch Benni Hinz erzielt wurden.
Leider verletzte sich Martin Hoffmann Mitte der ersten Halbzeit am Finger und musste vom Feld. Doch auch dieser Ausfall brachte die SHV Männer nicht aus der Spur. Über die Stationen 5:10 und 6:13 ging es dann mit dem Halbzeitstand von 10:16 in die Kabine.
Die Stralsunder hatten die Begegnung über weite Strecken der 1. Halbzeit gut im Griff. So wurden im Angriff die taktischen Vorgaben gut umgesetzt, lediglich ein paar kleinere Abstimmungsprobleme in der Abwehr verhinderten hier eine höhere Halbzeitführung.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete. Auf Grund der offensiven 4:2 Abwehr der Gastgeber kam es immer wieder zu grenzwertigen Zweikampfsituationen, welche auf Stralsunder Seite leider teilweise zu einfachen Ballverlusten führte. Lichtenrade nahm diese Geschenke dankend an und konnte durch einfache Gegenstöße den Rückstand zwischenzeitlich bis auf 17:19 verkürzen.
In der 39. Spielminute kam es dann genau bei solch einem Lichtenrader Konter zu einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Stralsunds Torhüter Tim Escher und einem Lichterader Spieler, wobei der SHV Torwart dann im Fallen mit dem Kopf gegen den Torpfosten knallte. Leider ließ sich Escher aufgrund einer Kurzschlussreaktion dann zu einem Tritt in Richtung des Gegenspielers hinreißen, welcher von den Unparteiischen folgerichtig mit der blauen Karte und einer damit verbundenen zusätzlichen Spielsperre geahndet wurde.

Die zunehmende Hektik zwang Stralsunds Trainer zu einer frühen Auszeit im zweiten Durchgang um die Nerven zu beruhigen und das eigene Spiel wieder etwas zu ordnen.

In der Folge war es ein ums andere Mal Marc Hünerbein, der im Stralsunder Angriff Verantwortung übernahm und so wichtige Treffer zur erneuten 6 Tore Führung (19:25) besteuerte.

In den Schlussminuten ging es dann noch einmal drunter und drüber. Stralsund, aufgrund zweier Zeitstrafen und eines unnötigen Wechselfehlers, zwischenzeitlich nur noch mit 3 Feldspielern auf dem Parkett, musste den Gastgebern dann noch die Ergebniskorrektur zum 23:26 Endstand gewähren.

Als Fazit bleibt ein durchaus verdienter Auswärtssieg, welchen die Stralsunder auf Grund der blauen Karte für Tim Escher aber teuer bezahlen mussten. Bleibt zu hoffen, dass in der Beurteilung dieser Szene die unglücklichen Umstände des Zusammenpralls berücksichtigt werden und die Sperre nicht allzu lange ausfällt.

SHV: Escher, Ligarzewski (beide Tor), Baresel 2, Brandt 4, Olejniczak 1, Hünerbein 4, Hoffmann, Sadewasser 2, Hinz 8/6, Vanek 4, Swiatek 1

(SHV)