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26.10.2014
Stralsund bietet Springe harten Fight und verliert unglücklich

Der Stralsunder HV hat vor 750 Zuschauern in der Vogelsanghalle sein erstes Heimspiel seit dem 11.05.2013 verloren. Gegen die HF Springe unterlag das Team von Norbert Henke am Ende zu deutlich mit 31:37 (17:17). Dabei hielten die Hausherren bis zur 53. Spielminute beim Stand von 30:30 lange mit, mussten aber in der Schlussphase der Begegnung den clever agierenden Mannen von Sven Lakenmacher die Punkte überlassen. So war der Gästecoach nach dem Spiel auch zufrieden mit dem Abschneiden seines Teams „ich bin froh, dass wir die Punkte mitnehmen können. Ich hatte meine Mannschaft auf dieses Stralsunder Team gut vorbereitet. Obwohl meine Jungs sehr oft den Sack nicht frühzeitig zumachen konnten, haben wir uns am Ende verdient durchgesetzt.“ Sein Pendant Norbert Henke sah es folgendermaßen „ich bin natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Ausschlaggebend war heute, dass wir kaum Torhüteraktionen hatten und unsere Werfer teilweise glücklos waren. Wir werfen viermal Innenpfosten und der Ball geht nicht ins Tor, bei den Springern war es umgekehrt. Letztendlich haben die HF aber verdient gewonnen“.

Das Spiel wurde durch einen Treffer von Marijan Basic eröffnet. Bereits in der Anfangsphase nach dem 2:2 durch Aleksander Kokoszka traten erstmals die Schiedsrichter in den Mittelpunkt. In der Folgezeit wurde durch frühzeitige Pfiffe die Vorteilsregelung zweimal zu Stralsunder Ungunsten entschieden und die Folge war, dass der Gast sich erstmals auf 2:4 absetzen konnte. Die ungleiche Regelauslegung wurde von den schwachen Schiedsrichter Krell/Münn bis zum Ende der Partie auch gnadenlos durchgezogen. Im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit legten die Springer stets vor und konnten sich bis zur 25. Spielminute eine scheinbar komfortable 17:13 Führung herauswerfen. Dabei waren es immer wieder die starken Aussenspieler der Gäste die einnetzten und die Stralsunder Keeper schlecht aussehen ließen. Weder Rajko Milosevic noch Tom Korth gelang es an diesem Abend, nennenswerte Akzente im Torhüterspiel zu setzen. Aber der SHV kämpfte sich in den letzten Minuten des ersten Spielabschnittes zurück in die Partie und Xaris Mallios gelang quasi mit dem Halbzeitpfiff der vielumjubelte Ausgleichstreffer zum 17:17.

In Halbzeit zwei zeichnete sich ein ähnliches Bild wie im ersten Spielabschnitt ab. Der Gast legte sofort nach und ging in der 35. Spielminute beim 18:21 erneut mit drei Toren in Führung. Diese Führung sollte dieses mal länger Bestand haben. Die Sundstädter brauchten nun bis zur 50. Minute bis zum Ausgleichstreffer von Markus Dau zum 29:29. Als nach dem 30:30 durch Xaris Mallios Springes Halbrechter Klaus Karpstein nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte erhielt, schien das Pendel Richtung Heimmannschaft auszuschlagen. Aber dann kam wieder das von Norbert Henke zitierte Pech hinzu. Im folgenden Angriff nahm sich Aleksander Kokoszka den Wurf und scheiterte am Aluminium. Im folgenden Gegenzug der Gäste wurde Kokoszka dann mit einer Zeitstrafe bedacht. Die HF nutzten dieses im Stile einer Spitzenmannschaft aus und erzielten drei Treffer zum 30:33, was Norbert Henke in der 55. Spielminute zu einer Auszeit zwang. Doch auch diese konnte das Ruder nicht mehr rumreißen. Die Ostseestädter warfen im Angriff die Bälle nun überhastet weg und die Gäste bestraften dieses rigoros. So stand am Ende ein verdienter Sieg der HF Springe auf der Anzeigentafel, welcher allerdings um einige Tore zu hoch ausgefallen ist. (SHV)

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