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05.12.2016
800 Fans pushen SHV zum Derby-Sieg


Stralsunds Handball-Oberligist gewinnt engen Kampf gegen HSV Insel Usedom mit 25:22
 
Stralsund. Die Stralsunder Handballer um Trainer Markus Dau bleiben auf der Erfolgsspur. Auch wenn sie gegen den HSV Insel Usedom zeitweise die Zügel schleifen ließen, gewannen sie das Derby in der Ostsee-Spree-Oberliga mit 25:22. „Mit über 800 Zuschauern in der Halle war die Stimmung eines Derbys angemessen“, freute sich Trainer Markus Dau über die lautstarke Unterstützung für seine Crew. (Bildergalerie) (Bilder)

Doch die kam zu Beginn eher schleppend ins Spiel. Hart umkämpft, dauerte es ganze fünf Minuten, bis das erste Tor fiel. Dies ging dann zwar auf das Konto der Hausherren, doch ließ die SHV-Sieben ihre Gäste immer wieder rankommen. Martin Brandt sorgte mit einem Doppelpack für die 4:2-Führung. Doch nur vier Minuten später hatte Usedom mit drei Toren in Folge das Zepter übernommen und zwang SHV-Trainer Dau beim Stand von 4:5 zu einer Auszeit.

Ab der 20. Minute hatte die Heimmannschaft das Spiel dann besser im Griff. Kai Baresel, Marc Hünerbein, Adam Swiatek und Martin Hoffmann trafen zum 8:6. Usedom-Trainer Piotr Frelek sah seine Crew jetzt straucheln. Doch Gordon Wicht ließ die Gäste dank zweier versenkter Siebenmeter zum 9:9-Ausgleich kommen. Allerdings war dies auch schon die letzte Spielschwankung. Angeheizt von viel Fan-Power, die auch die Insulaner im Gepäck hatten, wurden die Stralsunder zum 11:9-Halbzeitstand getrieben.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen sich die Hausherren weiter tragen. Nachdem Usedoms Christoph Dübener mit einer Zwei-Minuten-Strafe und Ben Teetzen mit Rot belegt wurden, eilte der SHV in Überzahl davon. Mit unter anderem einem Doppelpack von Martin Hoffmann stand es fünf Minuten nach Wiederanpfiff 14:9 für die Stralsunder. Dass kurz darauf auch Jakub Vanek und Lucas Kladek-Markau gleichzeitig eine Auszeit nehmen durften, tat dem Spiel keinen Abbruch mehr. Im Gegenteil: Mit 18:10 in der 42. Spielminute war die Vorentscheidung scheinbar gefallen.

Doch es kam noch einmal Spannung auf und damit Hoffnung für die mitgereisten Gäste-Fans. Sieben Minuten später hatte sich der HSV nämlich auf 19:14 herangearbeitet, und spätestens beim 21:18 herrschte Unruhe in den SHV-Reihen. Der Dau-Crew gelang es nicht mehr, den alten Abstand wieder herzustellen, Usedom blieb dran. Mit dem Abpfiff erzielte Benjamin Hinz per Siebenmeter den 25:22- Endstand.

„Zum Glück hat das Spiel nur 60 Minuten gedauert“, meinte Trainer Dau im Anschluss an die Partie. „Nachdem wir in der Anfangsphase zu nervös auftraten, blieb die Chancenverwertung unser Manko.

Dabei hatten wir in der zweiten Hälfte eine bessere Phase. Was dann passiert ist, muss ergründet werden“, so der Coach. Usedoms Geschäftsführer Nico Heidenreich sagte: „Das war eine super Stimmung heute, dafür spielen wir Handball.“

Es spielten: Szymon Ligarzewski, Tim Escher (im Tor) - Marc Hünerbein (4), Benjamin Hinz (7), Kai Baresel (1), Martin Brandt (5), Martin Hoffmann (7), Maic Sadewasser, Ole Domning, Lucas Kladek-Markau (1), Adam Swiatek (2), Jakub Olejniczak, Jakub Vanek.

Wenke Büssow-Krämer