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13.11.2016
SHV rettet im Derby Vorsprung über die Ziellinie

Der Stralsunder HV gewinnt das Derby bei Fortuna Neubrandenburg mit 21:19 (14:6) und festigt nach diesem Sieg seinen Platz in der Spitzengruppe der Oberliga Ostsee-Spree. (Bildergalerie)

Vor 1.762 Zuschauern im Neubrandenburger Jahnsportforum kam der SHV gut in die Begegnung und konnte sich basierend auf einer hervorragenden Abwehr- und Torwartleistung bis zur 7. Spielminute bereits auf 0:3 absetzen, bevor den Gastgebern ihr erster Treffer zum 1:3 gelang. Die Sundstädter beherrschten in der Folgezeit das Geschehen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich weiter aus. Über die Stationen 4:9 (19. Min), 5:11 (22. Min) und 6:14 (30. Min.) sicherte sich der SHV eine äußerst komfortable Halbzeitführung, wobei sich sogar Stralsunds Keeper Tim Escher mit einem Treffer in die Torschützenliste eintragen konnte.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes erhöhte der SHV durch Marc Hünerbein postwendend auf 15:6 und in der Halle glaubte zu diesem Zeitpunkt wohl keiner der Zuschauer mehr, dass das junge Fortunen-Team dem Spiel noch einmal eine Wende wird geben können, denn zu dominant war der Auftritt des Gastes bis zu diesem Zeitpunkt. Doch urplötzlich gingen die Hansestädter etwas fahrlässig mit ihren Torchancen um und hatten in der Deckung auch nicht mehr den Zugriff auf das Neubrandenburger Spiel, so dass die Fortuna binnen kürzester Zeit auf 10:15 in der 36. Minute verkürzen konnte. Nun sah sich Stralsunds Coach Markus Dau gezwungen Martin Brandt ins Spiel zu bringen, der bis zu diesem Zeitpunkt geschont werden konnte. Brandt war es in dieser Spielphase dann zu verdanken, dass der SHV seinen Vorsprung halten konnte, indem er die folgenden fünf Tore warf. Somit stand es neun Minuten vor Spielende 15:20 und die Stralsunder schienen die Angelegenheit vollends wieder im Griff zu haben. Aber plötzlich ließen die Sundstädter erneut freie Bälle und Siebenmeter vorne weg und Neubrandenburg verkürzte bis zur 56. Minute auf 18:21. Die Halle brodelte und der SHV wackelte. Aber er fiel nicht. Zwar konnte Neubrandenburg per Siebenmeter noch den 19:21 Entstand erzielen, am Ausgang des Spiels änderte dieses aber nichts mehr. So zog Stralsunds Übungsleiter Dau dann auch folgenden Rückschluss „ unsere erste Halbzeit war überragend. In der zweiten Hälfte haben wir dann erlebt, dass ein Derby bekanntlich seine eigenen Gesetze hat, und wir sind noch leicht unter Druck geraten, obwohl wir das Spiel über sehr lange Zeit im Griff hatten. Hier muss man aber auch dem jungen Neubrandenburger Team einen großen Respekt für eine sehr gute zweite Halbzeit zollen.“

SHV: Ligarzewski, Escher (1), Baresel (2), Brandt (5), Olejniczak (2), Hünerbein (5), Hoffmann (2), Sadewasser, Vanek, Swiatek, Hinz (4/2)

(SHV/Fotos: Jens Schröder)