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16.10.2016
(Vor-)letztes Aufgebot holt Auswärtssieg in Rostock

Zum zweiten Auswärtsspiel der neuen Saison reiste die 2. Männermannschaft des SHV zum HC Empor Rostock 2. Die personellen Vorraussetzungen für dieses Spiel waren alles andere als rosig. Zu den länger verletzten Tom Härtel und Kapitän Erik Eggebrecht gesellte sich auch Toptorschütze Torben König mit einem Muskelfaserriss und Mitch Uecker, der sich beim Abschlusstraining am Freitag einen Achillessehnenriss zuzog. Der Mannschaft fehlte somit die komplette erste Rückraumreihe. Nichtsdestotrotz wollte man sich über eine starke Abwehr und daraus resultierende Gegenstöße den ersten Auswärtssieg der noch jungen Saison erkämpfen.

Die Rostocker, die ebenfalls nur auf einen kleinen Kader zurückgreifen konnten, eröffneten einen über weite Strecken der ersten Hälfte munteren Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte sich zunächst mit mehr als einem Tor absetzen. Die SHV-Abwehr samt Torhüter Tom Korth stand mit wenigen Ausnahmen sicher. Hier machte sich die Rückkehr von Abwehrchef Gunnar Jassmann deutlich bemerkbar. Im Angriff zog Ole Domning geschickt die Fäden und setzte seine Nebenleute gut ein. Die so herrausgespielten Torchancen wurden diesmal auch konsequent genutzt, sodass sich die SHV-Sieben in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit peu à peu absetzen konnte. Beim Stand von 16-12 aus Stralsunder Sicht wurden die Seiten gewechselt. Bis hierhin wurde der Matchplan (Stabile Abwehr, Geduldiger Angriff) fast optimal umgesetzt. Vor allem Rene Zober und Philipp Badendieck zeigten sich sehr konsequent beim Nutzen ihrer Tormöglichkeiten.

Der Start in die zweiten Halbzeit wurde dann komplett verschlafen. Anstatt sich bei Überzahl und eigenem Anwurf weiter abzusetzen wurde der Gegner mit zahlreichen technischen Fehlern wieder ins Spiel gebracht. Nach 40 Minuten gelang Empor folgerichtig der Ausgleich zum 19-19. Doch die SHV-Jungs zogen sich selbst aus diesem kleinen Tal heraus. Zwei Treffer in Folge zum 21-19 sorgten wieder für etwas Sicherheit. Auchb die Abwehr besann sich wieder auf die starke erste Hälfte und machte den Gastgebern das Torewerfen deutlich schwerer. Als Nico Ewert fünf Minuten vor Schluss mit einem tollen Treffer aus 10 Metern in den Winkel zum 26-22 erhöhte und die Abwehr im Gegenzug den Ball erkämpfen konnte schien das Spiel entschieden. Doch Anstatt den Sieg sicher nach Hause zu bringen wurde es plötzlich ohne jeden Grund hektisch. Die Angriffe wurden teils viel zu früh und überhastet abgeschlossen, drei 100 prozentige Torchancen liegengelassen und der Gegner mit technischen Fehlern zu Gegenstößen geradezu eingeladen. Beim Stand von 26-24 hatte man dann noch das nötige Quäntchen Glück, dass auch die Gastgeber die Nerven verloren und so zwei lange Bälle abgefangen werden konnten. Ein weiterer technischer Fehler und eine unnötige Zeitstrafe sorgten 30 Sekunden vor Schluss noch einmal für Nervenflattern. Die Rostocker konnten die SHV-Abwehr aber nicht mehr knacken, sodass die Stralsunder am Ende einen 26-24 Endstand bejubeln konnten.
Die letzten fünf Minuten schmälern das sehr positive Gesamtbild letztendlich kaum. Mit viel Kampf- und Teamgeist, Einsatz bis an die Schmerzgrenze und purer Entschlossenheit verdiente sich die (Rest-)Mannschaft ihren ersten Auswärtssieg.
Für den SHV spielten: Korth, Groth; Ewert (5), Kaden (2), Badendieck (8/4), Jassmann, Zober (7), Domning (2), Glandt (2), Salweski
(PG)