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12.10.2014
Stralsunder HV im MV-Derby siegreich

Der Stralsunder HV hat das MV-Derby gegen den SV Mecklenburg-Schwerin mit 25:18 (10:9) am Ende deutlich für sich entscheiden können. Dabei ragte vor 850 Zuschauern in der Vogelsanghalle aus einer kompakten Mannschaftsleistung erneut Aleksander Kokoszka heraus. Kokoszka war am Ende mit neun Treffern erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft. Nach einem von beiden Teams sehr fair geführtem Derby äußerte Gästetrainer Holger Antemann „ ich gratuliere dem SHV zum verdienten Sieg. Uns fehlen im Moment zahlreiche wichtige Akteure, ohne die uns bereits im Vorfeld klar war, dass es sehr schwierig werden würde bei den heimstarken Stralsundern zu punkten. Dennoch haben wir alles versucht und vom kämpferischen Einsatz kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Norbert Henke zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Spiel seines Teams „ich habe den Jungs zur Halbzeit gesagt, dass wir bislang kein gutes Spiel gemacht haben, aber dennoch führen. Die zweite Halbzeit wollten wir unsere Angriffe konsequenter zu Ende spielen. Das haben meine Spieler dann auch gut umgesetzt. Mit der Abwehrleistung bin ich mehr als zufrieden. Unser Mittelblock stand gut, und was durchkam wurde oftmals von Rajko Milosevic entschärft. Ich bin froh, dass wir nun ein ausgeglichenes Punktekonto haben. Jetzt heißt es allerdings schon wieder den Blick Richtung nächstes Wochenende zu richten, denn dann erwartet uns in Aurich erneut ein schweres Auswärtsspiel.“

Der SHV begann die Partie höchst engagiert und legte bis zum 4:0 in der der 8. Spielminute nach zwei Treffern von Aleksander Kokoszka, sowie Toren von Markus Dau und Rico Mittmann einen Traumstart auf das Parkett. Doch die Gäste zeigten hier erstmals eine gute Moral und egalisierten die Führung der Heimmannschaft binnen drei Minuten. In einem sehr zähen Ringen um jedes Tor, dominierten in den Folgeminuten die Abwehrreihen beider Teams das Geschehen. In der 20. Spielminute gelang es den Gästen dann erstmals in Führung zu gehen. Routinier Stephan Riediger erzielte mit dem 6:7 die am Ende einzige Führung der Schweriner. Die Sundstädter konterten erneut durch zwei Treffer von Kokoszka und ein Tor von Mallios und gingen Ihrerseits in der 25. Spielminute wieder mit 9:7 in Front. Die Gästebank reagiert nun mit einer Auszeit. Diese Maßnahme zeigte die erhoffte Wirkung, denn es gelang den Mannen aus der Landeshauptstadt erneut zum 9:9 auszugleichen. Den letzten Treffer einer sehr torarmen ersten Spielhälfte war dem erneut glänzend aufgelegten Aleksander Kokoszka vorbehalten, so dass der SHV mit einer knappen 10:9 Führung in die Kabine gehen konnte.

Die meisten Zuschauer in der Halle erwarteten wohl einen ähnlichen Spielverlauf wie im ersten Abschnitt und nach dem schnellen Ausgleich der Schweriner zum 10:10 durch Bevan Calvert deutete auch Vieles darauf hin. Doch die Henke-Sieben zeigte jetzt im Angriff mehr Durchsetzungskraft und legte binnen fünf Minuten auf 14:10 vor. Die Gäste konnten nun nicht wie in Halbzeit eins den sofortigen Anschluss wiederherstellen, sondern der SHV baute seine Führung erstmals auf fünf Tore beim 16:11 in der 39. Spielminute aus. Zwar gelang es den Stieren nochmals bis zum 18:15 in der 44. Spielminute den Abstand zu verkürzen, allerdings hatten die Ostseestädter immer die passende Antwort in Form schneller Treffer parat und bauten ihren Vorsprung konstant weiter aus  Eine Schrecksekunde erlebte das Publikum in der 46. Spielminute als der Unparteiische Björn Schmidt nach einem unglücklichem Zusammenstoß mit dem Schweriner Alex Wirt regungslos am Boden liegen blieb. Glücklicherweise konnte der Referee nach einer kurzen Behandlung durch Stralsunds Physiotherapeuten Jörg Schulz seine Tätigkeit fortsetzen. Die Begegnung an sich war spätestens nach dem 22:16 durch Kai Baresel in der 55. Spielminute entschieden. Doch auch zu diesem Zeitpunkt kehrte bei den Stralsundern nicht der Schlendrian ein, sondern die Partie wurde konsequent bis zum Abpfiff zu Ende gespielt und Martin Brandt gelang zwei Sekunden vor Schluss der Treffer zum in dieser Höhe am Ende auch verdienten 25:18 Endstand. (RB)

Statistik zum Spiel

(Foto: Jürgen Schwols)