Aktuelles

22.04.2016
Qualifikation zur Endrunde knapp verpasst

Am Sonntag konnte sich ein Großteil der E-Jugend erstmals in ihrer Handballkarriere auch mit Mannschaften aus dem Bezirksverband West messen. Mit Ausnahme von drei Spielern, welche bereits im letzten Jahr an einer Vorrunde teilnahmen, war es für alle Spieler ein Novum. In Turnierform musste man in Plau am See Spiele gegen die Mannschaften aus Neubrandenburg (I und II), Rostock II und Plau in der Vorrunde zur Landesmeisterschaft absolvieren. Nur die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die Endrunde am 21.5. in Rostock, wo der Landesmeister ermittelt wird.
Vor den direkten Duellen musste jedoch ein Athletiktest absolviert werden, welcher zu 1/3 in die Gesamtwertung einging. Seilspringen, Zweibankkoordination mit Prellen und Slalomlauf mit Ball waren die Disziplinen. Hier konnte der Stralsunder HV einen hervorragenden zweiten Platz erzielen. Und das, obwohl das Trainerduo diese Disziplinen bisher nur dreimal trainieren ließ.
Im Spiel eins des Tages gegen die Rostocker lief der Ball von Beginn an optimal, die Jungs hatten keinerlei Respekt vor den Rostockern. Die zahlreich mitgereisten Eltern, welche die Mannschaft mit Pauken unterstützten, staunten, welch spielerisches Können ihre Kinder am heutigen Tag abrufen konnten, gab es doch in dieser Saison schon so häufig Startschwierigkeiten im Spiel. 8:1 lautete der Halbzeitstand. Gespielt wurden 2 x 10 Min. Die zweite Halbzeit musste eine Abwehr zwischen 6- und 9-Metern gespielt werden, wobei sechs Spieler auch in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kamen. In der Saison wurde im BHV Ost die zweite Halbzeit mit fünf Spielern gespielt, so dass es für alle Stralsunder Neuland war. Doch auch hiervon ließen sich die Jungs nicht verunsichern und bauten den Vorsprung bis zum Endstand von 12:3 aus. Dabei wurden fast alle Spieler eingesetzt. So war die Vorgabe bereits frühzeitig erfüllt, nicht Letzter zu werden.
Spiel zwei gegen die zweite Vertretung verlief ähnlich. In der Saison stand man sich bisher nur einmal gegenüber. Halbzeitstand 8:3, frühzeitig vorentscheidend abgesetzt. Mit dem Endstand von 13:5 war dann auch dem Letzten klar, dass man an diesem Tag ganz Großes erreichen könnte, war doch der 3. Platz bereits sicher.
Im Spiel drei war gegen die erste Vertretung aus Neubrandenburg wieder einmal nichts zu holen, obwohl die Stralsunder Mannschaft nochmal umgestellt und der Gegner zuvor intensiv beobachtet wurde. Aber auch aus der herben 21:5 (14:2) Niederlage konnten positive Erfahrungen gewonnen werden, hielt doch Torhüter René Kann seinen allerersten 7-Meter im Spielbetrieb und konnte doch in dieser Saison die Neubrandenburger Abwehr noch nie so oft überwunden werden. Und das in zehn Minuten weniger als in der Liga.
Es sollte sich also im letzten Spiel des Tages gegen Plau entscheiden, wer die zweite Mannschaft hinter Neubrandenburg I ist, welche sich für die Endrunde qualifiziert. Die Stralsunder verschliefen die Anfangsphase und lagen frühzeitig mit fünf Toren hinten. Unkonzentrierte Abschlüsse und offensichtlich schwindende Kräfte machten es unmöglich, den Vorsprung der Plauer wieder zu minimieren. Der SHV fing sich allerdings wieder und traf zumindest in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit das Tor, so dass mit dem Halbzeitstand von 5:9 noch immer ein Sieg in Reichweite war.
Doch in der zweiten Halbzeit vermochte der Handballgott den Stralsundern nicht zu verhelfen. Zwei Tore fielen noch in den verblieben zehn Minuten, die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft. Endstand 6:10.
Nachdem bekannt wurde, dass Plau im Athletiktest den dritten Platz erzielte, war dann klar, dass Plau zur Endrunde fahren wird. Die traurigen Gesichter schwanden schnell wieder, wurde jedem doch bewusst, dass alle anderen Mannschaften deutlich mehr jahrgangsältere Spieler einsetzten. Das Trainerduo ist stolz auf die gesamte Mannschaft!
Nun gilt es, die gezeigte Leistung am letzten Spieltag am 30.04. in Ahlbeck neuerlich abzurufen, um den dritten Platz in der Liga zu festigen und am Ende eine Medaille zu gewinnen.

Für den SHV spielten:
René Kann, Jonas Tramp (TW), Paul Seifert(17), Lennart Gleß(7), Ben Wellner(1), Max-Domenic Grawe(1), Magnus Reifl(7), Kai Michaelsen(3), Dennis Kusnezov, Mattis Bowitz, Fiete Strüwing, Tillman Schöberlein, Henning Rabe, Karl Heichel
(MT)