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15.02.2016
Triumph für die SHV-Handballer gegen Großburgwedel

Mit einem 21:19-Sieg holt Stralsunds Drittligist wichtige Punkte gegen den Abstieg

Stralsund. Sie können es doch noch. Wie befreit spielten sich die Drittliga-Handballer des SHV gegen die TS Großburgwedel zum — wenn auch knappen — 21:19-Heimsieg. Vor toller Zuschauerkulisse ließ die Sieben um Markus Dau von Beginn an keinen Zweifel am Siegeswillen aufkommen.

So legte Xaris Mallios mit seinem Treffer in der ersten Minute lediglich den Grundstein. Dabei gelang es den Gästen zunächst, bis zum 3:3 stets den Ausgleich zu erzielen. Doch mit dem 4:3 gab die Anclais-Crew die Führung nicht mehr aus der Hand, was nicht zuletzt auch einem glänzend parierenden Szymon Ligarzewski im Tor zuzuschreiben war. Selbst Großburgwedels Sieben-Meter scheiterte an dem SHV-Torwart. Bis zur 17. Minute war der Vorsprung auf 7:3 angewachsen.

Nach einem Doppelpack von Martin Brandt und dem Sieben-Meter von Aleksander Kokoszka ging es mit 10:7 in die Halbzeit. Danach begann Benjamin Hinz mit gleich drei Toren in Folge. Ein Aufbegehren der Gäste wusste Ligarzewski im Tor zu bremsen. Immer wieder scheiterten Großburgwedels Mannen mit ihren Sieben-Metern. „Wir haben uns zu viele technische Fehler und Fehlentscheidungen geleistet“, sagte deren Trainer Jürgen Bätjer. „Mit drei verschossenen Siebenmetern kann man auswärts nichts gewinnen.“

Kokoszka und Brandt im Doppel reihten sich bis zum 17:12 in der 42. Minute ein. Als die Gäste sich zehn Minuten vor Abpfiff bis auf 18:16 herangearbeitet hatten, war die Glut auch schon wieder gelöscht. In der 57. Minute macht dann noch einmal Ligarzewski von sich reden, als er mit einem eigenen Treffer für das 20:16 sorgt, bevor mit 21:19 wieder ein Heimsieg gefeiert werden konnte. „Das war eine starke Abwehrleistung mit einem super Torwart“, zeigte sich Trainer Danny Anclais zufrieden. „Von Anfang an waren hohe Motivation und Einsatzbereitschaft erkennbar. Auch wenn bei der guten Spielanlage effektiv zu wenig herauskam“, so Anclais.

Kapitän und Geschäftsführer Markus Dau fand an seinem 34. Geburtstag gleich mehrere Gründe zu feiern. „Die Punkte sind natürlich das Schönste. Aber auch die Halle war schon lange nicht mehr so voll“, so Dau. Hat er sich als Handball-Manager doch auch die Erhöhung der Besucherzahlen auf die Fahne geschrieben. Nicht zuletzt hat aber auch Neuverpflichtung Jakub Olejniczak mit einem Tor einen guten Einstand geben können.

Solche Erfolge geben in der momentanen Situation Antrieb. „Da wo wir jetzt stehen gibt es keinen schönen Handball. Wichtig sind Kampf und Wille“, betont Spieler Martin Hoffmann. „Die Abwehr war sehr gut, auch wenn wir es durch einige Fehler nach vorne nicht geschafft haben, uns mehr abzusetzen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden“, so Hoffmann.

 

Aufstellung: TW Szymon Ligarzewski (1), Philipp Groth, Xaris Mallios (4), Aleksander Kokoszka (4), Maximilian Bechly, Martin Brandt (5), Markus Dau, Hannes Werner, Jakub Olejniczak (1), Martin Hoffmann, Lucas-Peter Kladek-Markau, Benjamin Hinz (5), Jakub Vanek (1)

 

Wenke Büssow-Krämer (Ostsee-Zeitung)

Foto: S.Stahnke