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21.12.2015
SHV verliert auch letztes Spiel in diesem Jahr

handelte sich Hoffmann in der Verteidigung eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe ein. So konnten die Gäste aus Bernburg mit eins zu null in Führung gehen. Doch den wieder genesenden Kokoszka hielt dies nicht davon ab, kurze Zeit später zum eins zu eins auszugleichen. Wieder vollzählig konnten die Stralsunder Handballer im Anschluss selbst in Führung gehen.

Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Die Zuschauer sahen, dass Kokoszka auf dem Weg zu alter Form war und immer wieder für Tore und entscheidende Pässe sorgte. Gerade im Angriff mussten die Männer von Trainer Anclais viel laufen und kombinieren, da die Bernburger Verteidigung stets weit rausgerückt war.

Die Abwehr vom Stralsunder HV hingegen sah nicht sonderlich gut aus. Durch die fehlende Nähe zum Gegenspieler konnten die Bernburger in der 12. Minute wieder die Führung übernehmen. Auch der sonst so starke SHV-Keeper Ligarzewski machte in diesem Spiel keine gute Figur und musste sich immer wieder dem starken Bernburger Pulay geschlagen geben. Auch die Chancenverwertung der Stralsunder ließ sehr zu wünschen übrig. Bei drei verworfenen Sieben-Metern in der ersten Halbzeit konnte hier schon fast die Rede von Fahrlässigkeit sein. Mit 11:13 ging es in die Kabine.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit erzielte Stralsund den Anschlusstreffer und hat dann die Chance, per Sieben Meter auszugleichen. Bernburg-Keeper Gawlik hielt jedoch die Führung auf Seiten seines Teams. Durch eine Zwei-Minuten-Strafe für die Gäste konnten die Handballer vom Sund erstmalig in Führung gehen. 17:16. Obwohl handballerisch ein schlechtes Drittliga-Spiel, war es spannend.

Dann waren nur noch 15 Minuten zu spielen. Langsam wurde auch Stralsunds Mallios wach und erzielt vier Tore in Folge. Der SHV führte mit 24:22. Vier Minuten vor Ende hatte Bernburg jedoch wieder die Möglichkeit zur Führung. Der starke Pulay verwarf diesmal jedoch. Stralsund traf — 25:24. Mit einem herrlichen Kempa-Trick erzielten die Gäste aber wieder den Ausgleich. Dann der Schock: Eineinhalb Minuten vor Ende der Partie entschied sich das Schiedsrichtergespann für eine äußerst fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe gegen Stralsund. Doch nicht nur das: In der sprichwörtlich letzten Sekunde, beim Stand von 27:27, pfiffen sie auch noch einen Sieben-Meter gegen Stralsund. Auch auf den Rängen war danach die Unzufriedenheit mit den Schiedsrichtern zu spüren.

Damit bleibt Stralsund auch über die Feiertage auf Rang 15 der dritten Handball Bundesliga.

LeZe (Ostsee-Zeitung)