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21.09.2014
Punkteteilung am Sund

Mit einem 32:32 (15:16) endete die Begegnung des Stralsunder HV gegen den Oranienburger HC. Vor 600 Zuschauern in der Vogelsanghalle erzielte Aleksander Kokoszka eine Minute vor Spielende den vielumjubelten Ausgleichstreffer. In der anschließenden Pressekonferenz haderten beide Trainer zunächst mit dem Endergebnis. OHC Coach Christian Pahl meinte „nach dem Spielverlauf bin ich mit dem einen Punkt natürlich nicht zufrieden. Wir haben es versäumt uns in den entscheidenden Momenten weiter abzusetzen, um hier den Sieg zu sichern. Hätte man mir vor dem Spiel allerdings gesagt wir holen hier einen Punkt, hätte ich das sofort unterschrieben“. Sein Gegenüber Norbert Henke sah es ähnlich „der OHC hat eine sehr homogene Mannschaft, die ein starkes Spiel gezeigt hat und uns mit ihrem schnellen Umschaltspiel oftmals vor große Probleme gestellt hat. Aktuell hadere ich natürlich noch mit dem Ergebnis, da ich gerne beide Punkte behalten hätte. Letztendlich müssen wir aber mit diesem Punkt zufrieden sein, da wir gerade in der Schlussphase der Partie regelmäßig in Rückstand geraten sind“.

Die Begegnung begann für die Zuschauer mit einer personellen Überraschung. Enrico Ney gehörte zum Kader des SHV und wurde von den Zuschauern mit tosendem Beifall empfangen. Somit kam es erstmals in der langen Handballerkarriere der Ney-Brüder zum ersten gemeinsamen Spiel von Sylvio und Enrico in einem Team.

Die Partie begann recht ausgeglichen und der SHV konnte beim 3:2 durch Kokoszka in der fünften Spielminute erstmals in Führung gehen. Diese hatte aber nicht lange Bestand. Die clever agierenden Gäste nutzten diverse Unzulänglichkeiten der Heimmannschaft aus, um Ihrerseits mit 3:6 in Front zu gehen. Stralsunds Trainer Norbert Henke reagierte prompt mit einer Auszeit, um seine Mannen neu einzustellen. Durch eine verbesserte Deckungsarbeit gelang es den Sundstädtern zum 9:9 auszugleichen. Dabei war es immer wieder Marijan Basic, der entweder selbst erfolgreich abschloss oder seine Mitspieler hervorragend in Szene setzte.

Nun reagierte aber der OHC-Coach und bat seine Spieler zur Auszeit. Auch diese Maßnahme zeigte Wirkung. Der OHC eroberte die Führung mit drei Treffern in Folge zum 9:12 zurück. Doch dann begann die starke Phase von Rico Mittmann. Mit insgesamt vier sehenswerten Treffern bis zur Halbzeit eroberte der SHV die Führung zum 15:14 zurück. Jedoch konnte die Heimmannschaft die Gunst der Stunde nicht nutzen und kassierte trotz Überzahlsituation noch den 15:16 Halbzeittreffer durch Moritz Bruck.

Der zweite Spielabschnitt begann mit einem munteren Tore werfen. Im Minutentakt schaukelte sich das Ergebnis bis zum 26:26 in der 49. Spielminute hoch. Dabei schafften es die Torhüter auf beiden Seiten nicht, auch nur eine sehenswerte Aktion zu setzen. Lediglich dem zu einem Siebenmeter eingewechselten Enrico Ney gelang es, einen Wurf zu entschärfen. Die letzten zehn Minuten wurden mit einer Oranienburger Zwei-Tore-Führung eingeläutet, welche Norbert Henke zu einer Auszeit zwang. Xaris Mallios und Aleksander Kokoszka stellten danach den Ausgleich wieder her. Doch dem SHV gelang es nicht in Führung zu gehen. Beim 30:32 drei Minuten vor Spielende sah man sich wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Aber der SHV kämpfte jetzt mit einem unbändigen Willen um jeden Zentimeter Hallenboden und dieser Kampf wurde letztendlich mit den Treffern von Kai Baresel und Aleksander Kokoszka zum 32:32 belohnt. In den noch verbleibenden 73 Sekunden war zunächst der OHC im Ballbesitz. Bei bereits angezeigtem Zeitspiel 30 Sekunden vor Schluss wurde Jakub Vanek mit einer Zeitstrafe bedacht. Sechs Sekunden vor dem Ende traf der OHC aus dem Rückraum nur die Latte und der letzte SHV-Angriff verpuffte in der OHC Abwehr. Eine dramatische Begegnung nahm so am Ende ihren doch gerechten Ausgang. (RB)

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