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07.10.2015
Fast wie vor zwei Jahren - Spielberichte der mJE

Dabei hatten sich das Trainerduo und die Spieler gemeinsam viel vorgenommen, wollte man doch an die gute vergangene Saison anknüpfen und gleich einen positiven Eindruck in der neuen Spielklasse hinterlassen. Dafür wurde sogar in Ferien trainiert, um die neuen Spielsysteme (1. Halbzeit 2x3 gegen 3 und 2. Halbzeit defensive Manndeckung zwischen 6- und 9-Metern) zu erlernen.

Mit nur fünf Spielern im Aufgebot, die das zweite Jahr in der E-Jugend spielen, sollte das neue „Projekt“ gestartet werden.      

Die SG Vorpommern I zeigte von Beginn an, dass es an diesem Tag nur einen Sieger auf dem Feld geben kann. Chancenlos musste zugesehen werden, wie ein Spieler das Spiel entschied. Es gelang nicht, den Spieler auch in doppelter Manndeckung einzuengen, so dass dieser letztendlich die SG ohne jegliche Probleme auf die Gewinnerstraße brachte. Von dem frühzeitig hohen Rückstand beeindruckt, konnten die Jungs nicht an  ihre gewohnte Trainingsleistung anknüpfen und liefen den Gegenspielern teilweise planlos hinterher. Folgerichtiger Halbzeitstand 12:4.

Die Traineransprachen in der Halbzeit sollten ihre Wirkung nicht erzielen, die zweite Halbzeit verlief ähnlich. Der Endstand von 22:7 war die logische Konsequenz.

Im zweiten Spiel des Tages wollten es die Jungs dann besser machen und dem heimischen großartigen Publikum eine ansprechende Leistung bieten. Dies gelang. Gute Abwehr- und viel Laufarbeit machten das Duell zum Spiel auf Augenhöhe. Vor Spannung nicht zu überbieten ging es mit 8:8 in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel keineswegs unansehnlicher. Beide Teams schenkten sich nichts und die technischen Fehler hielten sich in Grenzen. Dabei gab Paul Seifert mit insgesamt 11 Toren an diesem Spieltag einen überragenden Einstand und war mit Abstand der beste Torschütze der Stralsunder Mannschaft.  Einzig und alleine die Stralsunder Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Beim Stand von 12:11 für die Greifswalder kurz vor Schluss wurde eine Auszeit genommen und ein Spielzug besprochen. Der Angriff wurde jedoch vertändelt und die Greifswalder netzten den Gegenangriff ein. Endstand 11:13. Mit traurigen Minen verließen die Jungs das Spielfeld. Dabei konnten sie doch stolz sein, Greifswald an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Und so konnten nach ein paar Minuten fast alle Spieler lächeln, denn mit einer besseren Chancenausbeute wäre Greifswald an diesem Spieltag deutlich geschlagen worden.

Für den SHV spielten: René Kann, Jonas Tramp (TW); Laurent Thämlitz, Magnus Reifl (4), Max-Domenic Grawe, Mattis Bowitz, Luis Pusch, Henning Rabe, Hannes Wild, Kai Michelsen (1), Finley Pflug, Ben Wellner, Lennart Gleß (2), Paul Seifert (11).

Es verging keine Woche, bis die E-Jugend erneut gefordert wurde. Auswärts in Loitz wurde sich am Tag der Deutschen Einheit mit der 1. und der 2. Vertretung aus Neubrandenburg gemessen. Unter der Woche wurde ausschließlich an der Aufarbeitung des ersten Spieltages  und dem Zusammenspiel im Team gearbeitet. Im ersten Spiel des Tages gegen die jahrangsjüngere Mannschaft Neubrandenburg 2 konnte sich der SHV erstmals mit Gleichaltrigen messen. Stralsund führte schnell und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. Trotz einiger Unkonzentriertheiten in Abspiel und Abschluss stand ein Sieg nie außer Frage, denn die Defensive funktionierte. Und was nicht verteidigt wurde, hielten die beiden Torhüter. Mit einem sicheren Vorsprung von 12 Toren ging es in die Halbzeitpause (15:3), wohl wissend, dass Neubrandenburg diesen Vorsprung nicht mehr aufholen kann.  Folgerichtig wurden den Spielunerfahrenen Jungs mehr Spielzeiten ermöglicht. Einen Bruch in dem Spiel verursachte das jedoch nicht.  Auch sie konnten sich voll in das Spiel einbringen. Endstand 18:9, den ersten Sieg der Saison in der Tasche.

Doch wer nun dachte, dass die Jungs gegen Neubrandenburg 1 das Spielfeld mit breiter Brust und dem nötigen Selbstvertrauen betraten, lag falsch.

Wieder einmal ging gegen die „übermächtigen“ Neubrandenburger alles schief. Dabei ist auch Neubrandenburg keine Übermacht, können sie doch lediglich auf zwei verlässliche Torschützen zurückgreifen, welche das Spiel ganz alleine entscheiden. Halbzeitstand 3:19.  Nach Auswechslung dieser in der zweiten Halbzeit entstand ein Spiel auf Augenhöhe und der SHV kassierte in 15 Minuten nur vier Gegentore. Im Gegenzug konnte die defensive Abwehrformation dreimal bezwungen werden. Endstand 6:23.

Fazit: Der SHV muss sich vor Niemandem verstecken. Mit dem nötigem Selbstvertrauen der Spieler und einem sichereren Torabschluss, sind in der Saison noch die ein oder andere Überraschung möglich. Die „Kartenflut“ von vier gelben Karten (Luis, Paul, Magnus, Ben) am zweiten Spieltag, am ersten Spieltag gab es nur eine gelbe Karte für den SHV, sprechen für eine deutlich aggressivere Abwehr. Ohne sich damit rühmen zu können, ist festzustellen, dass die Jungs in der Abwehr erstmalig richtig zupackten, wenn auch nicht immer regelkonform. 

Kein Selbstverständnis, denn schließlich spielen hier fast nur die Jahrgangsjüngeren, unter anderem sogar zwei F-Jugendliche (Luis Pusch und Magnus Reifl), die bereits vielversprechend voll in die E-Jugend integriert sind und noch drei(!) Jahre lang E-Jugend spielen werden. 

In Loitz angetreten: René Kann, Jonas Tramp (TW); Tillman Schöberlein, Magnus Reifl (5), Max-Domenic Grawe, Mattis Bowitz, Luis Pusch, Henning Rabe, Kai Michelsen (1), Ben Wellner, Lennart Gleß (3), Paul Seifert (15).

 

M.T.