Aktuelles

19.09.2015
SHV mit großem Kampf und ohne Beute

Der Stralsunder HV hat sein Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim mit 27:29 (14:13) verloren, und siedelt sich mit nunmehr 1:7 Punkten im Moment im Tabellenkeller der 3. Liga Nord an. Dabei sah das Team bis zur Mitte der zweiten Halbzeit schon wie der sichere Sieger aus, als die Mannschaft vom Sund nach einem Siebenmeter von Aleksander Kokoszka mit 18:14 in Führung lag und es nicht den Anschein hatte, dass der Gast aus Hildesheim zurück in die Partie finden könnte. Doch Zeitstrafen - ausschließlich auf Seiten der Sundstädter - wurden von der Eintracht genutzt, um den Vorsprung zu egalisieren und die Begegnung bis zum Ende offen zu halten.

Das Spiel begann ausgeglichen und der SHV, der wieder mit Martin Brandt auflaufen konnte, ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand beim 4:6 in der 13. Spielminute nicht verunsichern und spielte ruhig und clever seine Angriffe aus und konnte auf einen starken Szymon Ligarzewski im Tor bauen, der zahlreiche Würfe der Gäste entschärfte. Entgegen seinem stark aufspielenden Landsmann erwischte Adam Swiatek einen rabenschwarzen Tag und agierte bei seinen zahlreichen Wurfversuchen teilweise sehr unglücklich. Dennoch konnte der SHV bis zum Halbzeitpfiff eine knappe Führung behaupten, wobei kurz vor dem Pausentee ein konkreter Angriff eines Hildesheimer Spielers mit dem Ellenbogen zum Kopf von Aleksander Kokoszka kurioser Weise mit keiner progressiven Bestrafung belegt worden ist.

Entgegen den bisherigen Begegnungen kam der SHV sehr gut aus der Kabine und baute seine Führung nach Treffern von Martin Hoffmann und Aleksander Kokoszka bis zur 34. Spielminute auf 16:13 aus. In der Folgezeit konnten sich die Stralsunder gar auf vier Tore beim 18:14 in der 39. Minute absetzen. Doch Hildesheim verkürzte den Rückstand schnell auf 18:16 profitierte dabei immer wieder von einfachen Toren ihres gut aufgelegten Rückraumspielers Ivan Kucharik, der am Ende neunmal einnetzen konnte. In der 50. Spielminute konnte Hildesheim beim 21:22 erstmals seit der 15. Minute wieder in Führung gehen. Doch der SHV glich postwendend durch Jakub Vanek aus und es entwickelte sich bis zum 25:25 eine ausgeglichene Partie. Doch nach dem 25:26 der Eintracht schafften es die Stralsunder nicht, den eigenen Angriff erfolgreich abzuschließen und kassierten im Gegenzug das 25:27. Aleksander Kokoszka verkürzte per Siebenmeter auf 26:27 bei noch 2:30 Restspielzeit. Doch 50 Sekunden vor dem Ende erzielte Hildesheim seinen 28. Treffer, den Xaris Mallios sofort mit dem 27:28 beantwortete. Aber nun nutzte Eintracht-Coach Gerald Oberbeck seine verbleibende Auszeit um die Szenerie zu beruhigen, und sein Team konnte daraufhin die Restsekunden routiniert herunterspielen und schloss mit der letzten Aktion des Spiels diesen Angriff sogar noch erfolgreich ab, was den 27:29 Endstand zur Folge hatte. Damit wurde der große Kampf des SHV, der die angeschlagenen Akteure Martin Brandt, Aleksander Kokoszka und Markus Dau nur dosiert einsetzen konnte, am Ende nicht belohnt und das Team steht jetzt vor zwei sehr schwierigen Auswärtsaufgaben in Großburgwedel und in Flensborg, wo trotzdem der erste Saisonsieg eingefahren werden soll. (RB)

Für den SHV spielten:

Ligarzewski, Escher (beider Tor), Mallios (6 Tore), Kokoszka (6/2), Baresel (1), Brandt (3), Dau, Werner, Hoffmann (6/1), Kladek-Markau, Vanek (3), Swiatek (2).