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06.09.2015
Handballer mit Heimpleite im MV-Derby

Das gefiel natürlich den knapp 800 Zuschauern in der Vogelsang-Halle. Unter ihnen auch der verletzte SHV-Akteur Martin Brandt. Der 25-Jährige, der wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel zum Pausieren gezwungen ist, suchte im Anschluss nach Erklärungen, warum das Spiel kippte. "Schwerin hat dann irgendwann aggressiver gedeckt, unsere Torhüter hatten beide keinen guten Tag, die Wurfeffektivität aus dem Rückraum war mangelhaft", analysierte der sonstige Spielmacher, der schmerzlich auf dem Feld vermisst wurde. Seine Position übernahm Xaris Mallios, der seine Sache recht ordentlich machte, ständig umherwirbelte und am Ende mit sieben Feldtoren erfolgreichster Werfer seines Teams war. Zu wenig. Denn, der in der Vorwoche hochgelobte Adam Swiatek und der sonst so teffsichere Aleksander Kokoszka, verletzungsbedingt nicht topfit, blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Die Gäste hatten nach den ersten 15 Minuten relativ leichtes Spiel, den Abstand stetig zu verkürzen, standen nun in der Abwehr viel besser. Nach 24 Minuten waren sie bis auf ein 9:10 dran, konnten beim 11:11 erstmals ausgleichen. Mallios konnte kurz vor der Pause noch die 12:11-Führung für den SHV erzielen. Bereits in den ersten 30 Minuten zeichnete sich das große Manko der Stralsunder an diesem Abend ab - die mangelnde Treffsicherheit. Zudem fanden sie in Routinier Ariel Panzer (41 Jahre) im Schweriner Tor oftmals ihren Meister.

So dauerte es in der zweiten Hälfte ganze elf Minuten, ehe dem Gastgeber der erste Treffer gelang, ein Siebenmeter-Tor von Kokoszka - bezeichnend. Sechs Fehlwürfe waren dem Voraus gegangen, die Gäste hingegen trafen, führten zwischenzeitlich mit 16:12. Dem SHV gelang es in der Folgezeit, immer wieder bis auf zwei Tore zu verkürzen (15:17, 17:19, 19:21). Die Chance auf den Anschlusstreffer wurde sieben Minuten vor dem Ende leichtfertig vergeben. Kokoszkas Tor zum 20:22 war der letzte Hoffnungsschimmer für den SHV, aus dem MV-Derby wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Doch weitere Fehlwürfe und eine Zeitstrafe für Adam Swiatek verhinderten dies. Die Gäste erhöhten auf 24:20, gewannen am Ende mit 24:21. Ein Sieg, für den sie selbst nicht viel tun mussten.

Der SHV spielte mit : Ligarschewski und Escher im Tor, Vanek (2Tore), Swiatek (2), Mallios(7), Kokoszka (7/davon 4 Siebenmeter), Kladek-Markau, Baresel (1), Dau, Hoffmann (2), Bechly und Werner

 

Quelle: OZ (I.Knodel), Foto: J.Schwols