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22.05.2015
SHV-Team will sich in der Dritten Liga stabilisieren

Stralsunder Handballer sehen sich nach dem Klassenerhalt auf dem richtigen Weg für die neue Saison. Jugendspieler rücken auf. Manager: GmbH steht auf gesunden Füßen.

Mit Platz 9 in der Dritten Liga haben die Stralsunder Handballer das Saisonziel erreicht. Und darüber freuen sich sowohl Fans als auch Mannschaft. 'Wir wussten, dass die Dritte Liga jetzt ein ganz anderes Niveau hat als bei unserem letzten Gastspiel in dieser Klasse. Und das wird noch härter, wenn Hildesheim runter kommt', sagt Danny Anclais.

Der Trainer ist zufrieden mit der Saison: 'Ich war überrascht von unserer guten Hinrunde, und auch von der Qualität einiger Spieler. Nach der Pause gab es einen Knick. Aber das war zu erwarten, wenn ein sehr guter Spieler und ein Torwart das Team verlassen.' Und nach all dem sei die Rückrunde dann eigentlich noch ganz gut gelaufen. 'Klar, solche Niederlagen wie gegen Aurich und Großburgwedel tun weh.'

SHV-Vize-Vorsitzender Ralf Brehm sieht bei den extremen Leistungssprüngen noch Entwicklungsbedarf. 'Die Kluft zwischen den Heimspielen und den Auswärtspartien, die zum Teil deutlich verloren gingen, ist einfach zu groß. Trotzdem finde ich: Das Team ist gereift, und das in einer leistungsstarken Dritten Liga.' Und noch etwas muss der 46-Jährige loswerden: 'Man darf auch nicht vergessen, dass schon in der Dritten Liga Teams dabei sind, die einen gewaltigen Etat haben.'

Stichwort Etat - wie sieht die wirtschaftliche Lage der ersten Männer-Crew samt der SHV-Handball GmbH aus? 'Wir haben die nötige Liquidität. Aber die wirtschaftlich schwierige Lage in Vorpommern und in Stralsund strahlt natürlich auf den SHV aus. Wir sind froh, dass wir aus der jetzigen Saison mit plusminus Null rausgehen', sagt Manager Norbert Henke und ergänzt: 'Über 100 Firmen und Einzelpersonen halten als Sponsoren treu zur Stange, dafür ein großes Dankeschön.' Luft nach oben sieht er bei der Zuschauerentwicklung. 'Im Schnitt sind 700 Leute in der Halle, da geht noch was', wünscht sich Henke für die neue Saison.

Natürlich wird hinter den Kulissen schon kräftig gewirbelt, um neue Spieler an Land zu ziehen. 'Wir gucken uns in der Region nach jungen Spielern um, aber mit Ole Domning und Nick Kaden stoßen auch zwei B-Jugendspieler zu uns', erklärt Danny Anclais. Da der Verein keine A-Jugend anmeldet, gibt es eine vierte Männermannschaft. Die Besten spielen aber auch in der zweiten Crew, die den Aufstieg in die MV-Liga gepackt hat. Über diesen Weg landen dann die Junioren in der Männer-Sieben. 'Genau das ist ja unser Konzept, die eigenen Leute müssen herangezogen werden. Das dauert natürlich ein paar Jahre, es geht nur Schritt für Schritt voran, aber die Geduld muss man haben. Ich trainiere ja auch die C-Jugend und sehe, was sich da Gutes entwickelt', findet der Coach und hat da auch volle Rückendeckung von SHV-Chef Ralf Brehm.

 

SHV hat 18 Mannschaften im Spielbetrieb

515 Mitglieder hat der SHV. Da das Amt des Präsidenten nicht besetzt ist, hält Vize Ralf Brehm die Fäden in der Hand. Der Verein ist zudem Hauptgesellschafter der Handball GmbH.

Die Dritte Liga bringt in der kommenden Saison auch wieder mehr Derbys, denn neben Schwerin steht Usedom wieder auf der Platte.

17 Übungsleiter trainieren insgesamt 18 Mannschaften: vier Herrenteams, eine Damen-Crew, eine Seniorenmannschaft, im männlichen Bereich B-, zweimal C-, D-, E- und F-Junioren, bei den Mädels A-, B-, C-, D-, E- und F-Jugend.

40 Kinder schnuppern bei den Handballzwergen in den Sport rein. Dabei möchte der SHV sowohl auf Leistungs-, als auch auf Breitensport orientieren.

2 Fanclubs hat der SHV, 'De Stralsunner' und die 'Sundteufel'. 'Die geben alles, sind einfach super. Vielen Dank', sagt Ralf Brehm.

Ines Sommer (Ostseezeitung)