Aktuelles

10.05.2015
SHV unterliegt in Kiel – Kokoszka sichert sich Torjägerkrone

Der Stralsunder HV verliert sein letztes Saisonspiel bei der bereits als Absteiger feststehenden zweiten Vertretung des THW Kiel mit 40:33 (21:14) und kann dabei an die starke Leistung gegen den Meister aus Wilhelmshaven aus der Vorwoche nicht anknüpfen. Besonders das Fehlen von Kapitän Markus Dau konnte das Team nicht kompensieren. Dau´s Abwesenheit machte sich insbesondere in der Abwehr bemerkbar, wo der Stralsunder Mittelblock niemals an seine bisherige Souveränität anschließen konnte. Hinzu kam, dass die beiden Unparteiischen sich vorstellten, dass diese Partie größtenteils körperlos über die Bühne gehen sollte, indem sie normales Abwehrverhalten frühzeitig progressiv bestraften. Dieses brachte in erster Linie die Stralsunder aus dem Konzept, nachdem die Begegnung bis zum 3:5 in der sechsten Spielminute noch einen tabellenplatzkonformen Verlauf zu nehmen schien.

In der Folge wurde Jakub Vanek verwarnt und der nunmehr als Torschützenkönig der 3. Liga Nord feststehende Aleksander Kokoszka erhielt seine erste Zeitstrafe. Das Spiel kippte plötzlich und der Gastgeber legte einen 5:0-Lauf auf die Platte, was die SHV-Verantwortliche zur ersten Auszeit zwang. Bis zum 13:10 gestaltete sich die Begegnung jetzt wieder ausgeglichen. Mit der nächsten Zeitstrafe gegen den SHV baute das Juniorteam seinen Vorsprung weiter aus. So zog der THW binnen drei Minuten von 13:10 auf 17:11 davon und konnte diesen Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff sogar noch auf 21:14 ausbauen.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes gelangen dem SHV schnelle einfache Treffer und beim 22:17 nach 33. Minuten nahm der THW frühzeitig eine Auszeit um die Aufholjagd des SHV zu stoppen. Dieses gelang den Juniors dann auch und man baute die Führung bis zur 47. Spielminute bis auf zehn Tore (31:21) aus. Es folgte die Auszeit des SHV und plötzlich konnten die Stralsunder wieder durch einen 7:1 Lauf auf 32:28 in der 53. Minute verkürzen. Doch die Sundstädter wollten jetzt zu schnell zu viel und scheiterten trotz teilweise doppelter Überzahl mit ihren Angriffsaktionen am Kieler Keeper oder am Gebälk und letztendlich war der Widerstand des SHV spätestens nach dem 36:31 vier Minuten vor Spielende gebrochen. Aus einer insgesamt durchwachsenen Mannschaftsleistung ragte der elffache Torschütze Martin Brandt heraus. (SHV)