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03.05.2015
SHV bietet bis in die letzte Minute Paroli

Nach Halbzeitführung müssen die Handball-Drittligisten den Wilhelmshavener HV mit 27:31 ziehen lassen.

Das letzte Heimspiel in der 3. Bundesliga Nord ging für die Handball-Recken des Stralsunder HV trotz einer Halbzeitführung mit 27:31 gegen die Gäste des in dieser Saison ungeschlagenen Wilhelmshavener HV zu Ende.

In der Anfangsphase ermöglichte eine konsequente Abwehrarbeit der SHV-Crew sogar die 5:1-Führung. Dann kam der Tabellenführer jedoch etwas besser in die Begegnung. Vor allem Rene Drechsler sind zahlreiche einfache Tore für den WHV zu verdanken. Dieses ermöglichte Wilhelmshaven in der 21. Minute erstmalig zum 10:10 auszugleichen. Stralsund reagierte mit einer Auszeit, die dann auch die erhoffte Wirkung zeigte, denn der SHV stand wieder massiv in der Abwehr und schaffte es so stark angeführt, sich zur Halbzeit auf 16:13 abzusetzen.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes kam der WHV schnell zum Ausgleich und ging erstmalig in der 37. Minute mit 19:18 in Führung. Doch wer nun glaubte, dass das Spiel kippte, sah sich getauscht.

Die SHV-Sieben kämpfte weiter und konnte ihrerseits bis zum 25:24 die eigene Führung behaupten.

Mit dem 25:25-Ausgleich wurde zehn Minuten vor Spielende die spannende Schlussphase eingeläutet. Der WHV konnte in den verbleibenden Minuten immer wieder durch von Ex-Nationalspieler Oliver Köhrmann eingeleitete und konsequent zu Ende gespielte Spielzüge eine Zwei-Tore-Führung herauswerfen. Die konnte das Team dann bis zum Endstand von 27:31 noch bis auf vier Tore ausbauen konnte, welches den schnellen Abschlüssen der Stralsunder geschuldet war, die in den letzten Minuten versuchten einen Punkt gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer zu ergattern. Auf der Stralsunder Seite überzeugten wieder einmal mehr Aleksander Kokoszka, Charalampos Mallios und die vor Spielbeginn verabschiedeten Lars Effenberger und Tom Korth, die ihr letztes Spiel bestritten haben und nun dem Leistungshandball den Rücken kehren werden.

'Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden', äußert sich Trainer Danny Anclais. 'Was wir vor allem in der ersten Halbzeit in der Abwehr geleistet haben, war schon überragend. Am Ende mussten wir der höheren individuellen Klasse Tribut zollen, was dann auch den Ausschlag für den Sieg des WHV gegeben hat.'

Wenke Büssow-Krämer (Ostseezeitung)

Foto: Jürgen Schwols

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