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22.03.2015
Stralsunder HV feiert deutlichen Heimerfolg – Ligarzewski Erfolgsgarant

Der Stralsunder HV hat sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten SG Achim-Baden souverän mit 32:22 (12:6) gewonnen und verschafft sich so Luft zu den unteren Tabellenrängen in der 3. Liga Nord. Dabei überzeugte in erster Linie Szymon Ligarzewski mit zahlreichen Paraden in Halbzeit eins und brachte die Werfer der Gäste schier zur Verzweiflung. So äußerte sich auch Gästecoach Tomasz Malmon nach der Partie „ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Wir hatten uns hier mehr ausgerechnet. Allerdings kann man mit nur sechs eigenen Toren in einer Spielhälfte nirgendwo ein Handballspiel gewinnen. Stralsund hat mit Szymon Ligarzewski einen herausragenden Torhüter, den unsere Werfer kaum überwinden konnten“. Stralsunds Trainer Danny Anclais ergänzte „ich bin lediglich mit unserer Anfangsphase nicht zufrieden. Hier haben wir es versäumt vorzeitig davonzuziehen. Letztendlich haben wir aber keine großen Probleme mit Achim gehabt, was neben Szymon auch unserer starken Abwehr zuzuschreiben ist.“

Der Beginn der Begegnung war auf Stralsunder Seite geprägt von zahlreichen Fehlversuchen aus dem gebundenen Spiel. Aleksander Kokoszka konnte die Führung der Gäste per Siebenmeter in der dritten Spielminute ausgleichen, ehe den Sundstädtern in der siebten Minute durch denselben Akteur das erste Feldtor zum 2:3 gelang. Die starke Abwehr des Gastgebers ermöglichte dem Heimteam in der 12. Minute durch seine Kapitän Markus Dau erstmals mit 4:3 in Führung zu gehen. Durch Stralsunder Unzulänglichkeiten im Angriff blieb die Partie bis zur 20. Minute äußerst torarm, ehe ein Ruck durch die Mannschaft ging. Binnen kurzer Zeit gelangen dem Gastgeber nun zahlreiche Treffer, die bis zur 25. Spielminute eine komfortable 10:4 Führung auf die Anzeigetafel projizierten. Dieser Vorsprung des SHV hatte dann auch bis zum Halbzeitpfiff der gut leitenden Schiedsrichter Jan Krüger und Björn Schmidt aus Flensburg bestand.

Die zweite Spielhälfte begann mit einem Schock für das Stralsunder Publikum. Nach einem groben Foulspiel durch Achims Ole Harms, blieb Stralsunds Kai Baresel minutenlang verletzt auf der Platte liegen und musste durch den Mannschaftsarzt des SHV in den Katakomben der Vogelsanghalle behandelt werden. Alle waren erleichtert, Baresel zum Ende der Partie wieder auf der SHV-Bank sitzen zu sehen. Nachdem die Mannschaft diesen Schockmoment verarbeitet hatte, gelang es dem SHV in den Folgeminuten die Führung bis zum 20:11 in der 40. Spielminute auszubauen und somit für eine Vorentscheidung zu sorgen. Die restliche Spielzeit nutzte der SHV, um sein Heimpublikum ein wenig zu verwöhnen. So zeigte Benjamin Hinz sein Können mit einigen Trickwürfen von der Linksaußenposition und der mittlerweile eingewechselte Hannes Werner traf sehenswert aus dem Rückraum und glänzte auch mit tollen Anspielen an den Kreis. Leichte verzeihliche Nachlässigkeiten in der Abwehr verhinderten ein am Ende noch deutlicheres Ergebnis gegen das Schlusslicht aus Achim. Am kommenden Freitag reist der SHV zum VfL Potsdam. (RB)

Foto. J. Schwols